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Corona-Zahlen: Klimek erwartet "Schuleffekt" in ein paar Wochen

13.September 2021

(Symbolfoto)

184 Covid-Intensivpatienten wurden am Sonntag bundesweit gezählt. Die Regierung rechnet bis Mittwoch mit dem Erreichen der 200er-Marke und hat für diesen Tag die ersten Verschärfungen (etwa FFP2-Maskenpflicht für alle im Supermarkt und in öffentlichen Verkehrsmitteln) festgelegt.

Welche Auswirkungen der Schulbeginn (in Ostösterreich seit einer Woche, im Rest ab heute) auf die Infektionslage haben wird, ist für den Komplexitätsforscher Peter Klimek noch nicht absehbar. Diese "sehen wir erst in ein paar Wochen", sagte Klimek gestern.

Klar sei, dass in den jüngeren Altersgruppen die Fallzahlen zuletzt stiegen, deshalb sei dort und da mit Schulclustern zu rechnen. Dass unter Pädagogen die Impfrate höher als im Bundesschnitt ist, sei dagegen ein "ermutigender" Faktor.

Um mehr über den Schutzstatus der Menschen zu erfahren, schlägt die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer "eine bundesweite Antikörperstudie" vor. Man brauche dafür den standardisierten Antikörperwert "Binding Antibody Units" (BAU) von 5000 Menschen an repräsentativen Orten. Die WHO gehe davon aus, dass ab 100 BAU/ml zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schutz gegeben sei, so von Laer in der Tiroler Tageszeitung.

Sie sei überzeugt, dass dieser Wert im Grünen Pass Einzug halten werde. Van Laer sieht Genesene besser geschützt, weil bei diesen noch nach 18 Monaten Antikörper nachzuweisen seien. Etwa bei der Pfizer-Impfung sinke der Titerwert um rund sechs Prozent pro Monat.

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