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Auto-Tests

Ford Kuga 2,0 EcoBlue: Sein Diesel-Motor steht unter Strom

Von Christoph Zöpfl  04. Oktober 2020 05:04 Uhr

Sein Diesel-Motor steht unter Strom
Für alle Lebens- und Drehzahllagen ein verlässlicher Gefährte: der Ford Kuga mit seinem 150-PS-Mild-Hybrid-Antrieb.

Die Mild-Hybrid-Version des Ford Kuga spielt einen genialen Doppelpass.

Elektro-Motor hui, Diesel-Motor pfui. So kann man die Stimmungslage bei der Wahl der Antriebskonzepte zusammenfassen. Der Ford Kuga in der Mild-Hybrid-Konfiguration ist so gesehen hui und pfui zugleich. Bei ihm spielen ein Diesel- und ein Elektro-Motor einen genialen Doppelpass. Abgesehen davon zeigte die dritte Generation des beliebten Kompakt-SUV eine reife Leistung.

Design: Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Kuga spürbar gewachsen und selbstbewusster geworden. Sein mächtiger Kühlergrill schaut aus, als würde er das Maul weit aufreißen, das Make-up der Augen (Scheinwerfer) imitiert den Porsche-Look.

Innenraum: Das gut aufgeräumte Cockpit erinnert an die Kuga-Basis Focus. Ab der ST-Linie gibt es – dem aktuellen Zeitgeist entsprechend – digitale Instrumente. Das Display in der Mitte ist unaufdringlich, funktional und "neutral" ausgerichtet, von der Beifahrerseite kann es genau so gut abgelesen werden wie vom Fahrersitz. Das Kofferraum-Volumen ist okay, der "Keller" kann allerdings nicht wirklich genutzt werden, da dort die große Batterie viel Platz in Anspruch nimmt. Praktisch: Die hintere Sitzbank kann (geteilt) verschoben werden. Größer gewachsene Menschen müssen sich in Reihe zwei also nicht verbiegen.

Sein Diesel-Motor steht unter Strom
Der Touchscreen lässt sich auch von der Beifahrerseite aus bedienen.

Fahrwerk: Der neue Kuga hat im Vergleich zum Vorgänger etwas an Härte verloren – das mag sportlich orientierte Chauffeure vielleicht nicht so freuen, dafür gibt es ein Plus beim Fahrkomfort.

Motoren: Wie eingangs erwähnt, bilden der Diesel und der kleine Elektromotor eine tolle Spielgemeinschaft. Vor allem beim Wegfahren ist der Strom-Input (rund 50 Newtonmeter beziehungsweise 15 PS extra) hilfreich, der Kuga ist in praktisch allen Drehzahllagen leistungswillig. So ist auch zu erklären, dass man per Anzeige neben dem Tacho schon bei niedrigen Touren aufgefordert wird, den nächsthöheren Gang einzulegen. Im Test schluckte unser Kuga 5,4 Liter Diesel. Seine Hybrid-Kollegen (Ford bietet beim Kuga noch einen Plug-in-Hybrid und einen Voll-Hybrid an) dürften da nicht wesentlich sparsamer sein.

Fazit: Der Kuga mit dem Mild-Hybrid-Antrieb kann zwar nicht wie seine Hybrid-Geschwister kurze oder längere Strecken ausschließlich stromgetrieben bewältigen, er ist trotzdem ein guter Gefährte für alle Drehzahl- und Lebenslagen.

Ford Kuga 2,0 EcoBlue mHEV 150 PS M6 ST-Line X

Preis: ab 34.200 Euro
OÖN-Testwagen 41.450 Euro

Motor: Diesel-Vierzylinder mit
Common Rail-Direkteinspritzung
Hubraum 1996 ccm
Leistung 110 kW (150 PS) bei 3500 1/min
max. Drehmoment 370 Nm bei 2000 bis 2500 1/min

E-Antrieb: Startergenerator
Batterie Lithium-Ionen
48 Volt / 10 Ah
Leistung 11,5 kW (16 PS)
Drehmoment 50 Nm

Verbrauch (WLTP):
Kombiniert 5,0 - 5,2 l
OÖN-Test 5,4 l
Tank/Kraftstoffart 60 l / Diesel

Umwelt: Euro-6d-Temp-Evap-Isc
CO2-Ausstoß 132 - 137 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 9,6 sec
Spitze 194 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4626/1883/1666 mm
Radstand 2710 mm
Leergewicht 1680 kg
Zuladung 475 kg
Kofferraum 475 – 1534 l
Anhängelast gebr. 1900 kg
ungebremst 750 kg

Garantie: zwei Jahre plus drei Jahre Ford Protect-Garantie

Artikel von

Christoph Zöpfl

Leiter Sportredaktion

Christoph Zöpfl
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