Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

Verdachtsfälle auf mutiertes Virus häufen sich in Österreich

Von nachrichten.at/apa   14.Jänner 2021

Neben den bereits bekannten Fällen in Tirol, Wien und dem Burgenland haben am Donnerstag auch Vorarlberg, Oberösterreich und Niederösterreich mögliche Mutationen gemeldet. Bestätigt war noch kein Fall. Die Sequenzierung durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wird einige Tage dauern. In Kärnten, Salzburg und der Steiermark gab es zunächst keine Fälle.

Im "Ländle" könnten sich fünf Personen aus Vorarlberg mit der mutierten Variante aus Großbritannien angesteckt haben. Deren Proben wurden zur weiteren Untersuchung nach Wien gesandt. Man hoffe nun auf baldige Antwort aus Wien, hieß es. Sorge bereitete die Nähe Vorarlbergs zur Schweiz, wo bereits sechs Prozent aller Neuinfektionen auf die Mutation zurückzuführen seien, sagte der Leiter des pathologischen Instituts in Feldkirch, Felix Offner, dem ORF.

Am Donnerstagnachmittag wurden auch noch drei Verdachtsfälle in Oberösterreich bekannt. Näheres soll am Nachmittag in einer Aussendung bekannt gegeben werden.

In Niederösterreich besteht in einem Fall der konkrete Verdacht auf eine Coronavirus-Mutation. Wie ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Donnerstagnachmittag der APA mitteilte, handelt es sich bei der Betroffenen um eine Frau aus dem Zentralraum des Landes. Ein Vortest sei positiv verlaufen, die Probe befinde sich nun bei der AGES. Untersuchungen zur Sequenzierung würden durchgeführt. Mit einem Ergebnis sei in den kommenden Tagen zu rechnen, betonte der Sprecher.

Bei zwei Kontaktpersonen der Betroffenen in Niederösterreich wurde ebenfalls Covid-19 festgestellt. Vortests bezüglich der Mutation waren in diesen Fällen am Donnerstagnachmittag jedoch noch nicht abgeschlossen.

Kein Mutationsverdacht bei Jochbergern, zwei Drittel getestet

Nach dem Bekanntwerden von 17 Verdachtsfällen der britischen Coronavirus-Mutation gibt es unter der Bevölkerung des Tiroler Ortes Jochberg offenbar keinen Hinweis auf eine Virusmutation. Drei der vier positiven PCR-Testergebnisse wiesen keine Auffälligkeiten im Profil auf, die auf das mutierte Virus hinweisen, teilte das Land am Donnerstag mit. Lediglich bei einer bereits abgesonderten, engen Kontaktperson liege der Verdacht auf die britische Mutation vor, hieß es.

"Laut derzeitigem Stand der Erhebungen im Zuge des Contact Tracing hatte die betroffene Gruppe zur Bevölkerung keinen Kontakt", erklärte der Leiter des Corona-Einsatzstabes, Elmar Rizzoli. Bei den 17 Verdachtsfällen handelt es sich um zwölf Briten sowie jeweils eine Person irischer, estnischer, isländischer, spanischer und niederländischer Staatsbürgerschaft. Alle waren in der Personalunterkunft in Jochberg gemeldet. Die Bevölkerung des Ortes hatte sich in den vergangenen zwei Tagen in großer Zahl den Testungen unterzogen. Insgesamt lagen 1.061 Testergebnisse vor, das entspricht rund zwei Drittel der Jochberger Bevölkerung.

Das Contact-Tracing des Landes sei indes noch nicht abgeschlossen, hieß es. "Wir gehen allen eingehenden Meldungen nach und berücksichtigen neue Erkenntnisstände im Zuge von Befragungen und des Contact-Tracings", sagte Rizzoli. Die Polizei unterstütze die Behörden dabei.

Von Freitag bis inklusive kommenden Montag sind außerdem PCR-Testungen im gesamten Bezirk Kitzbühel möglich. Rund 1.000 Menschen meldeten sich laut Land bis zum späten Donnerstagnachmittag dafür an. "Die gesetzten Schritte im Bezirk Kitzbühel sind eine umfassende vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme, um eine Verbreitung der mutierten Virusform und damit ein potenzielles Wiederansteigen der Coronainfektionen in Tirol bestmöglich zu verhindern", sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in einer Aussendung. Zudem meinte er, dass die Ergebnisse aus Jochberg "vorsichtig optimistisch" stimmen würden. "Dennoch sind die weiteren Ergebnisse aus dem Bezirk ausschlaggebend für die weitere Vorgehensweise."

copyright  2024
26. April 2024