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Kärntner nach Beteiligung an Kidnapping in Turin in U-Haft

18.August 2019

Symbolbild

In Untersuchungshaft bleiben auch ein deutscher Bauunternehmer. Er soll Anfang Juni in Mailand um 50.000 Euro betrogen worden sein. Er habe die 35-jährige Frau entführen wollen, um sie der Polizei in Turin zu übergeben und sich für den Betrug zu rächen.  In Untersuchungshaft sind auch zwei jungen Privatdetektive im Alter von 24 und 25 Jahren, die bei der Entführung der Frau im Zentrum von Turin geholfen haben sollen. 

Entführung vor den Augen unzähliger Passanten 

Die Deutschen hatten die Frau, die die serbische und die australische Staatsbürgerschaft besitzt und laut Medienangaben in Wien lebt, vor den Augen unzähliger Passanten unweit des zentralen San-Carlo-Platzes in einen Lieferwagen gezerrt. Der Lebensgefährte der Frau, den die drei Männer ebenfalls entführen wollten, flüchtete. Fußgänger, die die Szene beobachtet hatten, alarmierten die Polizei. Die Sicherheitskräfte verfolgten den schwarzen Lieferwagen und nahmen die drei Männer fest. In der Tasche der 35-Jährigen, die von den Kidnappern gefesselt worden war, wurden 2.700 Euro gefunden.

Entführer wollte sich für Betrug rächen 

Der 54-jährige Bauunternehmer erklärte, er wollte die Frau entführen und sie dann der Polizei in Turin übergeben, um sich für den Betrug zu rächen. Bei der deutschen Polizei hatte er wenig Unterstützung für seinen Fall erhalten. Den drei Deutschen in Haft wird Personenentführung zwecks Erpressung, Körperverletzung, Diebstahl und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Dem Kärntner, der das Treffen zwischen der Frau und ihrem Lebensgefährten mit den Deutschen organisiert hatte, wird Beihilfe vorgeworfen.

Die Frau ist inzwischen untergetaucht

Die Behörden vermuten, dass sie nach Wien zurückgekehrt sei, wo sie zuletzt lebte. Ihr Freund, ein polizeibekannter Serbe mit österreichischem Pass, konnte den Ermittlern keine klare Antworten über die Hintergründe der rätselhaften Entführung geben.

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15. Oktober 2019