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"Wiener Blut" in den Adern der "Herbsttage"

Von Hannes Fehringer   15.Juni 2021

"Wiener Blut" in den Adern der "Herbsttage"
Regie-Debüt: Daniela Fally (Jelenska)

Beim Operettenfestival der "Blindenmarkter Herbsttage" ist Vielseitigkeit gefragt: Als die Regieassistenz nicht wusste, woher sie die Requisite beschaffen sollte, fuhr Präsidentin Hilde Umdasch kurz nach Hause und räumte die benötigten Straußenfedern aus ihrem Wohnzimmer ab. So einer, der alles kann und alles macht, ist auch Marcus Ganser, der vom Filmkomiker Gunther Philipp Schauspielunterricht bekam und die Lachnummern auf der Bühne gibt, baut diese auch gleich selber auf. Für die heurige Inszenierung der letzten Operette von Johann Strauss, "Wiener Blut", zimmert er gemeinsam mit Sam Madwar ein Bühnenbild, das "das Publikum ins Staunen versetzen wird", wie Star-Sopranistin Daniela Fally verspricht. Woher sie das weiß? Intendant Michael Garschall vertraute der Sopranistin die Regie an, das Erstlingswerk hinter dem Vorhang für sie. Die international gefragte Sängerin und Parade-"Adele" sprüht denn für ihr Debüt in der Spielleitung nur so vor Ideen. Das mit einem Bühnenbild, dass zwei Ausstatter gemeinsam eine Bühne bauen, ist eine davon. Fally will gar nicht viel herumkünsteln, weil ihr ein "urwienerischer Operettenabend" vorschwebt. Als "Gräfin" und "Graf" sind Svenja Kallweit und Clemens Kerschbaumer zu erleben, "Pepi" und "Josef" verkörpern die profilierten Charaktere Katrin Fuchs und Andreas Sauerzapf und Kerstin Grotrian gastiert als "Franzi". Geburtstagskind Willi Narowetz, er wird 70 Jahre jung und erhält heuer eine Jubiläums-Matinee, verwandelt sich in den "Kagler" und Kammersänger Ernst-Dieter Suttheimer gibt den "Fürsten Ypsheim". Premiere ist am 8. 10., mindestens zehn Aufführungen sind geplant, Vorverkauf – Tel. 07473 / 66 6 80 – läuft.

"Wiener Blut" in den Adern der "Herbsttage"
Matinee zum Siebziger: Narowetz (Beck)
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16. September 2021