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"Virus" vernichtete im KZ-Nebenlager in Steyr die Vielfalt

17.Mai 2021

"Virus" vernichtete im KZ-Nebenlager in Steyr die Vielfalt
KZ-Denkmal an der Haager Straße

 Heuer werden coronabedingt nur im kleinen Rahmen Kränze niedergelegt, um der Opfer zu gedenken und an die Menschen zu erinnern, die hier gelitten haben und zu Tode gekommen sind. Verlesen wird eine Grußbotschaft des Präsidenten der französischen Lagergemeinschaft "Amicale de Mauthausen", Daniel Simon. Auch ein Blumenbukett mit Schleifen in den französischen Nationalfarben wird niedergelegt.

Vor 76 Jahren, am 5. Mai 1945, war das KZ-Nebenlager Steyr-Münichholz durch US-amerikanische Truppen befreit worden. In dem Lager wurden bis zu 3000 Menschen gefangen gehalten, von den Todesopfern sind bisher 226 namentlich bekannt. Häftlinge aus den verschiedensten Ländern mit vielfältigen Fähigkeiten und Begabungen wurden ermordet. "Vernichtete Vielfalt", das Thema der Befreiungsfeiern, macht darauf aufmerksam. Die Vielfalt war den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. "Der Virus der Menschenverachtung, der Virus der Vernichtung der Vielfalt, der Virus des Rassismus, der Virus des Antisemitismus, der Virus des Hasses gegen Andersdenkende war mit der Befreiung 1945 nicht zu Ende. Unterschätzen wir die zerstörerische Kraft dieser Viren nicht", sagt Karl Ramsmaier vom Mauthausen Komitee Steyr.

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04. August 2021