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Der Schilderwald am Stadtplatz nervt: Anzahl der Tafeln stieg seit dem Umbau

Von Gerald Winterleitner   09.August 2019

Bäume sind auf dem Steyrer Stadtplatz auch nach der millionenteuren Neugestaltung des Zentrums tabu. Obwohl es im historischen Stadtkern einst durchaus welche gegeben haben könnte. Aktuell prägt neben den herrlichen Fassaden, den Schirmen der Gastgärten und viel Granit unter den Füßen vor allem eine Vielzahl an Begrenzungspollern und Pflanztrögen das Stadtbild. Und auch ein still und heimlich gewachsener Wald: ein Schilderwald.

Allein für diverse Halte- und/oder Parkverbote zwischen Ende des Grünmarkts und Fußgängerzone wurden im Zentrum mehr als 40 Schilder und Tafeln – gerechnet ohne diverse Zusatz- und Ergänzungstafeln – fix aufgehängt. Mitgezählt wurden hier auch nicht die zahlreichen mobilen Verbotstafeln, die aufgrund diverser Baustellen auf dem Stadtplatz platziert wurden.

Besonders dicht präsentiert sich der Schilderwald rund um den Leopoldibrunnen, der im neuen Stadtplatz-Konzept de facto als Markt-, Erholungs- und Chill-Zone ausgewiesen sein sollte. Hier drängen sich neben den Halte- und Parkverboten auch die Tafeln für Beginn und Ende von Fußgängerzone, Hinweise auf die Stadtausfahrt sowie diverse andere Ge- und Verbote ins Blickfeld.

<<< Lesen Sie dazu auch den Kommentar von OÖN-Redakteur Gerald Winterleitner.

Alle 1,5 Meter eine Tafel

Waren es schon vor der Neugestaltung des Steyrer Zentrums nicht zu wenig Schilder, die den Blick auf dieses historische Ensemble trübten, so sind es nun zum Ärgernis vieler Steyrer und Gäste der Stadt deutlich mehr. Insgesamt 123 Schilder und Tafeln sind auf dem kurzen, nicht einmal 200 Meter langen Kernabschnitt des Stadtplatzes positioniert, also zwischen Grünmarkt und den neuen Pollern, die den Beginn der Fußgängerzone Richtung Enge markieren. Im Schnitt gilt es also rund alle 1,5 Meter ein Hinweisschild zu beachten.

Viele Wünsche, viele Schilder

"Ich habe aktuell noch keine Verordnung unterschrieben, muss mich bei diesem Thema aber der Mehrheitsmeinung beugen", sagt der zuständige Stadtrat Reinhard Kaufmann (Grüne). Er hätte gerne weniger ebenso die Sicht beeinträchtigende wie in dieser Häufung auch verwirrende Verkehrszeichen im Stadtzentrum. "Am liebsten wäre uns der Stadtplatz als verkehrsberuhigte Zone", sagt Kaufmann. Da scheitere er aber am Unwillen speziell von SP und FP. "Ziel der Mehrheit war es, möglichst viele Wünsche vieler zu erfüllen. Und das geht leider nur mit einer Vielzahl an Hinweisschildern."

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