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Oberösterreichischer Grundwehrdiener durch Pistolenschuss verletzt

Von nachrichten.at/apa   19.August 2019

Bundesheer Soldaten
(Symbolfoto)

Ein Soldat in der Südsteiermark ist Montagmittag durch einen Pistolenschuss schwer verletzt worden. Das Projektil hatte sich laut ersten Informationen der Polizei beim Verstauen der Waffe gelöst und den 20-Jährigen im Bereich des Beckens getroffen. Lebensgefahr bestand offenbar nicht. Der Rettungshubschrauber brachte den Verletzten ins LKH Graz.

Der Vorfall passierte gegen 11.30 Uhr in der eigentlich aufgelassenen Mickl-Kaserne in Bad Radkersburg (Bezirk Südoststeiermark), die derzeit für den Assistenzeinsatz an der Grenze als Unterkunft genutzt wird. Der Grundwehrdiener aus Oberösterreich war offenbar mit der Pistole in den Waffenverwahrungsraum gegangen, wenig später löste sich der Schuss. 

Wie das Militärkommando Steiermark mitteilte, hatte sich der Schuss offenbar bei der Pistole eines anderen Soldaten gelöst und den danebenstehenden 20-Jährigen getroffen. Es handelte sich um einen glatten Durchschuss. Der Rekrut wurde von einem Sanitätsunteroffizier erstversorgt und dann mit dem Hubschrauber Christophorus 12 ins LKH Graz geflogen. Da wurde er am Nachmittag operiert.

Bei der Waffe handelt es sich um eine Glock mit Kaliber 9 Millimeter, Kurzbezeichnung P 80. Ein Vorsatz wurde auf APA-Nachfrage vom Militärkommando Steiermark ausgeschlossen, der Schuss hatte sich offenbar aus noch nicht bekannten Gründen gelöst. Die in der Nähe befindlichen Soldaten - darunter auch der Träger der betroffenen Waffe - werden durch Psychologen des Bundesheeres betreut. Der 20-jährige Oberösterreicher ist seit Juni im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Grenze.

Der Militärkommandant der Steiermark, Heinz Zöllner, zeigte sich betroffen und bedauerte den Vorfall. Er hat jegliche Unterstützung für den Soldaten und seine Angehörigen zugesagt.

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15. Oktober 2019