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Gudrun Piringer: Eine ausgezeichnete Jungforscherin

Von Erik Famler   24.November 2012

Piringer
»Ich bin eingespannt mit Arbeit. Meine wissenschaftliche Tätigkeit bestimmt deshalb auch einen wesentlichen Teil der Freizeit.« Gudrun Piringer, Fachärztin für Onkologie am Klinikum Wels

Der Krebsforschung hat sich die gebürtige Freistädterin Gudrun Piringer (32) verschrieben. Und das mit wachsendem Erfolg. Die junge Medizinerin, die im Welser Klinikum erst kürzlich ihre Facharztausbildung absolvierte, wurde in dieser Woche mit dem „Young Investigator Award“ ausgezeichnet. Die Studiengruppe zur Erforschung von Brust- und Darmkrebs hat diesen Preis erstmals bei einer Jahrestagung in Saalfelden verliehen.

Der mit 3000 Euro dotierte Award soll Jungmediziner zur Mitarbeit an Forschungsprojekten motivieren. Prämiert wird nicht nur ausgezeichneter wissenschaftlicher Erfolg, sondern auch das Engagement für die Patienten.

Piringer gehört zu einem österreichweit aktiven Forschungsteam, das unter anderem den Einfluss sportlicher Aktivitäten auf Darmkrebspatienten untersucht: „Wir wissen von Beobachtungen, dass bei Patienten, die sich sportlich betätigen, das Rückfallrisiko reduziert werden kann. Für diese These wollen wir nun in einem Pilotprojekt den wissenschaftlichen Nachweis erbringen“, erklärt die Medizinerin. Ihr Studium absolvierte die mit einem Rechtsanwalt verheiratete und in Linz lebende Onkologin in nur neun Semestern. Erste berufliche Schritte absolvierte Piringer an der Innsbrucker Uni-Klinik, wo sie sich speziell dem Thema Bluterkrankungen (Hämatologie) widmete. Doch schon bald zog es die ehrgeizige Jungmedizinerin in ihre Heimat.

Unter der Obhut des renommierten Welser Onkologen Josef Thaler betreut sie Krebspatienten. „ Dass ich in Wels meine interne Ausbildung abschließen durfte, war aufgrund der hier geleisteten wissenschaftlichen Arbeit ein Glücksfall“, sagt Piringer.
In der Freizeit achtet die Medizinerin streng auf ihre Gesundheit. Fit hält sie sich mit Joggen und Tennis. Um zu entspannen, nimmt die Linzerin auch gern ein gutes Buch zur Hand. Dass dafür nicht viel Zeit bleibt, lässt sich erahnen. „Ich bin eine von denen“, verrät Piringer, „die sich die Arbeit mit nach Hause nehmen.“

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06. Mai 2021