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Günther Weidlinger: Botschafter der Bewegungsfreude

Wenn Günther Weidlinger am Sonntag aus dem Führungsauto des Linzer Marathons die strategische Marschroute für die Elite kontrolliert, dann weiß er genau, wie der Hase läuft. Der 41-jährige Innviertler hinterließ in seiner knapp 20-jährigen aktiven Laufbahn mehr als nur Fußnoten in der heimischen Leichtathletik-Geschichte.

Botschafter der Bewegungsfreude Von Christoph Zöpfl

Er weiß, wie der Hase läuft: Günther Weidlinger, Rennleiter des Linzer Marathons Bild: OÖN/Lui

Der mehrfache Meister und Rekordhalter über lange Distanzen startete viermal im Zeichen der Olympischen Ringe – als bisher einziger Leichtathlet in vier verschiedenen Bewerben (3000 m Hindernis, 5000 m, 10.000 m, Marathon). Zumindest kurz weltberühmt gemacht hat Weidlinger allerdings kein Rekord, sondern ein sportliches Hoppala bei der WM 2007 in Sapporo, wo er unglücklich gegen ein Hindernis krachte und k. o. ging. Der Crash wurde zum Youtube-Hit. Nicht nur einmal klebte das Pech auf seinen Fersen, aber der von seinem Vater trainierte Dauerläufer rappelte sich immer wieder hoch und bewies erstaunliches Stehvermögen.

Diese Qualität kommt Weidlinger auch in diesen Tagen zugute. Er ist nicht nur Rennleiter des Marathons, sondern hat gefühlte zwanzig Jobs gleichzeitig zu absolvieren. Der heutige Junior-Marathon im Stadion ist praktisch sein "Baby", das nach einem organisatorischen Neustart zum Liebkind geworden ist. Neben der Betreuung der Top-Athleten kümmert sich Weidlinger auch um das Briefing der Moderatoren, kontrolliert die richtige Platzierung der Werbemittel oder spielt den Chauffeur für seine Laufkundschaft. "Für mich ist der Marathon erst zu Ende, wenn am Montag der letzte Athlet ins Flugzeug steigt", sagt der Botschafter der Bewegungsfreude, der in seinem Wohnort Weißkirchen auch als Trainer der Unter-9-Kicker fungiert. Sein Sohn Patrice (8) rennt dort dem Ball nach. Tochter Yasmin ist eher nach ihrer Mutter Evelyn (16), einer ehemaligen Sprinterin, geraten und macht als schnellkräftige Dreispringerin Meter. Weidlinger selbst schaut, wenn er läuft, nicht mehr auf die Stoppuhr. "Der Spaß steht im Mittelpunkt." Das ist übrigens auch seine Empfehlung für alle, die morgen in Linz im Laufschritt unterwegs sind.

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Artikel Christoph Zöpfl 13. April 2019 - 00:04 Uhr
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