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Volker Türk: Von Linz an die Spitze der UNO

Der Karrieresprung macht ihn zum höchsten UNO-Beamten Österreichs: Der Linzer Jurist Volker Türk wurde von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zum stellvertretenden UNO-Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen ernannt.

Von Linz an die Spitze der UNO Von Heidi Riepl

Türk wurde zum stellvertretenden Flüchtlingshochkommissar ernannt. Bild: Thomson Reuters Foundation

Der 49-Jährige wird sich künftig in Genf um den Schutz und die Unterstützung von Flüchtlingen und Vertriebenen in aller Welt kümmern.

"Ich habe mich extrem gefreut", sagt Türk. Auf den Linzer wartet nun aber eine große Herausforderung: Mehr als 55 Millionen Menschen sind zurzeit weltweit auf der Flucht. So viele waren es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Und ein Ende der derzeit größten Krisen in Syrien, im Irak, im Südsudan oder in der Ukraine ist nicht in Sicht.

Türk muss nicht nur mit Regierungen über Grenzöffnungen und Aufnahmeverfahren verhandeln. Mit seinen mehr als 1500 Mitarbeitern in aller Welt kümmert er sich auch direkt um die vielen Probleme der Flüchtlinge.

Trotz all der Schwierigkeiten sieht der Absolvent der Linzer Uni seine Arbeit als "Privileg". "Wir können konkret helfen", sagt Türk, der auf eine 25-jährige Erfahrung beim UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR zurückblickt und dabei unter anderem in Malaysia, im Kosovo, in Bosnien, in der Demokratischen Republik Kongo und in Kuwait tätig war. "Wenn wir nicht da wären, würde wahrscheinlich niemand etwas für diese Menschen tun."

Dass er sich beruflich für Menschen und deren Rechte einsetzen will, wusste Volker Türk schon als 15-Jähriger. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die er im Englisch-Unterricht im Linzer Khevenhüller-Gymnasium kennen lernte, hatte ihn derart fasziniert, dass er sich für ein Jus-Studium entschied und sich auf Flüchtlingsrecht spezialisierte.

Nach Oberösterreich kommt der in Genf lebende Top-Beamte nur noch "drei bis viermal im Jahr" – "um die Familie zu besuchen". Bei seiner Rückkehr macht er dann immer Werbung für Linz. Denn die Linzer Torte seiner Mutter wird auch bei der UNO sehr geschätzt.

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Artikel Heidi Riepl 14. Februar 2015 - 00:04 Uhr
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