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Pius Strobl: Der Vernetzungskünstler

Manchmal kriegt man einen Job, obwohl man sich ursprünglich gar nicht beworben hat. Pius Strobl ist das so passiert. Der in Mattersburg geborene ehemalige Gendarm, Wehrdienstverweigerer und Mitbegründer der Partei "Die Grünen – Die Grüne Alternative" organisiert nun für den ORF den Song Contest in Wien.

Der Vernetzungskünstler Von Peter Grubmüller

Der ehemalige ORF-Kommunikationschef managt nun alle Events rund um den Song Contest. Bild: APA

Es ist eine zeitlich befristete Rückkehr zu alten Weggefährten: 2006 war Strobl als grüner ORF-Stiftungsrat an der Wahl von Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor beteiligt gewesen, danach wurde er Kommunikationschef des Unternehmens – allerdings nur bis 2010. Er musste zurücktreten, weil ans Licht gekommen war, dass er eine Mitarbeiterin beauftragt hatte, Journalistengespräche im Rahmen der Abwahl von Informationsdirektor Elmar Oberhauser mitzuschneiden. Seitdem arbeitet der blendend vernetzte 58-Jährige als freier Unternehmer und Berater. Auf Konsulentenbasis wickelt er etwa wieder für den ORF die HD-Umstellung und den Tausch der Smart Card ab.

Strobl, der mit der TV-Moderatorin Eva Pölzl zusammenlebt und mit ihr einen Sohn hat, veranstaltete in den 90er Jahren selbst Song-Contest-Partys in der Wiener Krieau, damals mit dem Kommentar von Christoph Grissemann und Dirk Stermann. "Aber dieses Projekt, der echte Song Contest, ist nun viel größer, als ich ursprünglich angenommen hatte", sagt er im OÖN-Gespräch. Unter Strobls Führung werde aus dem bombastischen Wettsingen erstmals ein grüner Event gedeihen, obendrein gehe es darum, den 1700 anreisenden Journalisten die Innovationen und Schönheiten des Landes aufzubereiten. Sein Job sei die aufregendste Projektmanagement-Aufgabe, die in diesem Jahr zu besetzen war. Strobl: "Warum der Herr Generaldirektor am Ende doch wieder auf mich kam und mich von einer Bewerbung überzeugte, hängt wohl auch damit zusammen, dass ich vermutlich dem Anforderungsprofil am nächsten gekommen sein dürfte."

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Artikel 27. Januar 2015 - 00:04 Uhr
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