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Ursula von der Leyen: Neue Marschrichtung Brüssel

Von Eike-Clemens Kullmann 16. Juli 2019 19:53 Uhr

Neue Marschrichtung Brüssel von Eike-Clemens Kullmann
Vor Karrieresprung: Ursula von der Leyen

Ursula von der Leyen gilt als selbstdiszipliniert und zäh sowie als harte Chefin, die Bremser entsorgt und Treiber installiert.

In ihrer Partei, der Christlich-Demokratischen Union (CDU), wird die Merkel-Vertraute aber eher geduldet als geliebt. Jetzt wurde die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin zur Kommissionspräsidentin der Europäischen Union in Brüssel gewählt. Und sie könnte dort auch ein Lieblingsthema, das der Europäischen Verteidigungsunion, also einer engeren militärischen Zusammenarbeit, intensiv vorantreiben.

Die 60-jährige Tochter des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht ist in Brüssel geboren und dort auch in den ersten Jahren zur Schule gegangen. Sie studierte unter anderem in London, war Gasthörerin an der Stanford University in Kalifornien. Entsprechend gut sind ihre Sprachkenntnisse – in Englisch und Französisch.

Auch wenn von der Leyen in Deutschland wegen der nicht enden wollenden Pannenserie der Bundeswehr viel Häme abbekommt, auf EU-Ebene gehört sie zu den Playern. Und so verwundert es eigentlich nur wenig, dass ihr Name schon mehrfach genannt worden war, wenn es um Posten in der EU ging.

Die politische Karriere der Mutter von sieben Kindern und promovierten Ärztin begann spät, verlief dann aber rasant: 2003 Abgeordnete im niedersächsischen Landtag, kurz darauf machte sie der spätere Bundespräsident und damalige Ministerpräsident Christian Wulff zur Landes-Sozialministerin. 2005 wechselte sie nach Berlin, übernahm die Ressorts Familie, Arbeit und schließlich Verteidigung. Auch in diesem Amt war sie die erste Frau. "Wenn man etwas leidenschaftlich macht, kommen die Posten von selbst", sagte von der Leyen einst – und sie behielt recht.

Mit den Fährnissen des Lebens kennt sich von der Leyen ebenfalls gut aus. Ihre Schwester starb jung. Und als ihr Vater pflegebedürftig geworden war, nahm sie ihn in ihr Haus auf. Die gesamte Familie pflegte ihn bis zu seinem Tod vor mittlerweile fünf Jahren.

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Eike-Clemens Kullmann

Redakteur Außenpolitik, Weltspiegel

Eike-Clemens Kullmann
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