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Pater Reinhold Dessl: Arbeitsamer Abt zum Anfassen

Von Robert Stammler   25. Juni 2013

Arbeitsamer Abt zum Anfassen Von Robert Stammler
Pater Dessl ist Abt des Stiftes Wilhering und Pfarrer von Gramastetten und Eidenberg.

Pater Dessl ist Abt des Stiftes Wilhering und Pfarrer von Gramastetten und Eidenberg.

Nein, die Stunden, die er in den vergangenen zwölf Monaten beschäftigt war, zähle er nicht. „Es waren jedenfalls sehr viele Stunden“, sagt Pater Reinhold Dessl. Am Sonntag wurde der 50-jährige Geistliche zum neuen Abt des Zisterzienserstiftes in Wilhering geweiht. Schon davor diente der Sohn einer Bauernfamilie aus Zwettl an der Rodl als Leiter des Klosters. Und seit 2011 ist Dessl zudem Pfarrer von vier Gemeinden: Gramastetten und Eidenberg, zu denen auch die „Filialpfarren“ Neußerling bzw. Untergeng gehören.

„Ich bekomme für die Seelsorge in den Pfarren jetzt Unterstützung durch einen Pastoralassistenten. Er ist zugleich Diakon und darf Taufen, Trauungen und Begräbnisfeiern leiten“, sagt Dessl und freut sich über diese Entlastung. Denn durch die feierliche Abtbenediktion ist der bisherige Leiter des Klosters nun auch mit zusätzlichen repräsentativen Aufgaben befasst. „Und die Firmungen kommen jetzt auch dazu.“

Um den Priestermangel in der römisch-katholischen Kirche zu lindern, spricht sich der Abt für die Weihe von Frauen zu Diakoninnen aus. Ein Vorschlag, der unter kirchlichen Traditionalisten keine Beifallsstürme auslöst. Unter den Schülern des Wilheringer Stiftsgymnasiums will der Geistliche aber keine offensive Werbung für das Priesteramt machen. „Man kann auf Schüler einwirken, wir wollen aber keinen Fischfang betreiben.“

„Sein“ Stift kennt der neue Abt „von der Pike auf“. Nach der Volksschule in Zwettl besuchte der Mühlviertler das Stiftsgymnasium, nach der Matura trat er in das Kloster, in dem heute 27 Patres leben und arbeiten, ein. Das im Jahr 1146 gegründete Kloster, dem der Abt nun vorsteht, ist ein großes regionales Land- und Forstwirtschaftsunternehmen. Die Stiftsgärtnerei ist der größte Topfpflanzenbetrieb Österreichs. „Wir sind ein Ort der Kirchenmusik, der Ruhe und Entschleunigung. Viele Menschen erholen sich bei uns im Stiftspark“, sagt der Abt.

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