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Außenpolitik

Neue Zeiten

Von Heidi Riepl 11. Juni 2019 00:04 Uhr

Massenproteste können China nicht beeindrucken

Die Zeiten haben sich geändert. Auch in Hongkong. Vor 16 Jahren hatten dort Massenproteste noch Erfolg. Das 2003 von Peking verlangte Anti-Aufruhr-Gesetz wurde damals von wütenden Demonstranten abgeschmettert. Hongkongs ehemaliger Regierungschef musste zurücktreten, und die britische Ex-Kronkolonie konnte sich weiterhin über gewisse Freiheiten freuen.

Mittlerweile ist China aber zur neuen Weltmacht aufgestiegen und kämpft derzeit in einem Handelskrieg mit den USA um seine Stellung als Wirtschaftsgroßmacht. Ein Einlenken gegenüber den Protesten in Hongkong käme da nicht nur einem herben Gesichtsverlust gleich. Es würde auch Chinas Position in anderen weltpolitischen Fragen schwächen.

Leider interessieren sich auch die Briten, mit denen Hongkongs Autonomie vertraglich vereinbart war, nicht mehr für ihre ehemalige Kolonie. Das Brexit-Chaos hat auch Londons Außenpolitik gelähmt.

Und so wird Chinas Hongkong-Versprechen ("ein Land, zwei Systeme") immer mehr zur Makulatur.

Artikel von

Heidi Riepl

Redakteurin Außenpolitik, Weltspiegel

Heidi Riepl
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