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Ziegel, Wasserhähne, Laub: Wie Sie Ihr Haus jetzt winterfest machen

Von Alexander Zens   07.November 2020

Ziegel, Wasserhähne, Laub: Wie Sie Ihr Haus jetzt winterfest machen
Das Dach und die Fenster zu kontrollieren, macht sich besonders bei älteren Gebäuden bezahlt.

Die Lust, bei nass-kühlem Herbstwetter an seinem Haus Arbeiten zu verrichten, mag begrenzt sein. Um böse Überraschungen wie Schäden, Versicherungs- oder Haftungsfälle zu vermeiden, sollte sich aber jeder Besitzer ein paar Stunden Zeit für seine Immobilie nehmen, um diese winterfest zu machen – vor allem, wenn diese schon älter ist. Im Folgenden sieben Tipps:

Fenster/Türen: Kontrollieren Sie, ob die Fenster dicht schließen. Falls nicht, zieht es. Außerdem steigen die Heizkosten. Legen Sie ein Blatt Papier in den Fensterstock. Wenn Sie es bei geschlossenem Fenster herausziehen können, ist mit den Beschlägen oder Dichtungen etwas nicht in Ordnung. Sie sollten dann ausgewechselt beziehungsweise nachgestellt werden. Eventuell reicht es auch, Fensterbeschläge und -verriegelungen mit Vaselin zu schmieren. Bei den Türen ist es ähnlich. Hier können Abdichtungsleisten und Türvorleger bei einem unerwünschten Spalt Abhilfe schaffen.

Dach/Rinnen: Kontrollieren Sie die Ziegel des Daches bzw. lassen Sie sie kontrollieren, jedenfalls bei älteren Gebäuden. Sind Dachschindeln aufgedreht oder beschädigt, ist ein Austausch dringend empfehlenswert. Wenn Ziegel gänzlich fehlen, sollten Sie natürlich neue einsetzen. Erstens weil es sonst nass werden, zweitens weil es hereinziehen kann. Regenrinnen, Abläufe und Gullys sollten vom Laub befreit werden. Ansonsten sammelt sich Wasser, das bei tiefen Temperaturen gefriert und beispielsweise Rohre zum Bersten bringen kann. Oder Regen- bzw. Schmelzwasser läuft über, tropft auf Fassaden und verursacht dort Schimmelbildung. Vergessen Sie auch nicht die Laubfänge und Sickerschächte, sonst kann es zu Schäden kommen.

Leitungen: Was oft vergessen wird: Wasserhähne an der Hausmauer ganz auslassen und absperren, um das Gefrieren von Wasser in den Leitungen zu verhindern. Manche Einrichtungen leeren sich von selbst. Ältere Teile aber sicher nicht.

Heizung: Wer es nicht schon bis Oktober gemacht hat, sollte nicht vergessen, seine Raumheizungsanlage überprüfen zu lassen. Nicht nur ein Auto, auch das Haus und die Heizung brauchen ein "Service". Regelung und Heizkurve sollten richtig eingestellt sein. Die Normtemperatur beträgt im Wohnzimmer 20 bis 21, im Schlafzimmer 18 bis 19, im Badezimmer 22 bis 23 Grad Celsius.

Garten: Falls noch nicht geschehen: Verräumen Sie die Gartenmöbel und -geräte, tätigen Sie Verjüngungsschnitte bei Pflanzen und Sträuchern, mähen Sie den Rasen ein letztes Mal. Entfernen Sie Laub vom Rasen und von Flächen, wo es zur Rutschgefahr werden könnte. Bäume, die einem Sturm oder Schneedruck möglicherweise nicht standhalten, sollten entfernt werden bzw. sollten gefährliche Äste abgeschnitten werden. Der Garten sollte alles in allem in ordentlichem Zustand überwintern.

Räumen: Schneeschaufel und Rollsplitt sollten griffbereit sein: Gemäß der Straßenverkehrsordnung trifft den Hausbesitzer im Ortsgebiet die Pflicht, den Gehsteig vor dem Haus zwischen sechs und 22 Uhr zu räumen.

Lüften: Noch ein Tipp für die Luftzufuhr: Im Winter ist Stoßlüften angesagt. Öffnen Sie die Fenster mehrere Male am Tag, jeweils zehn Minuten lang und diagonal (gegenüberliegende Seiten). Wenn man im Winter die Fenster kippt, können sich Kondenswasser und letztlich Schimmel an den Wänden bilden.

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