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Landsleute

Eine perfekte Gastgeberin in Jerusalem

Von Bert Brandstetter 28. August 2019 00:04 Uhr

Bernadette Schwarz
Bernadette Schwarz, scheidende Vizerektorin des Österreichischen Hospiz in Jerusalem

Schwester Bernadette kehrt nach 20 Jahren in Israel nach Österreich zurück.

Es wird nicht so viele Klosterschwestern geben, die in ihrem Leben mit derart vielen Prominenten zusammen getroffen sind wie Schwester Bernadette Schwarz.

Als Vizechefin des Österreichischen Hospiz in Jerusalem war der Kontakt zur Außenwelt die zentrale Aufgabe der Nonne aus dem Orden der Kreuzschwestern. Einen Namen machte sich die aus Brunnwald in Vorderweißenbach stammende Mühlviertlerin als Provinzökonomin der Kreuzschwestern in Oberösterreich.

Im Alter von 51 Jahren folgte der Ruf ins Heilige Land. In der Benediktinerabtei „Hagia Maria Sion“ in Jerusalem wirkte sie zunächst als Prokuratorin, bevor sie von der österreichischen Bischofskonferenz an die Spitze des Pilgerhauses „Hospiz“ berufen wurde, das sich genau an der Via Dolorosa befindet. Neben vielen und regelmäßigen Begegnungen mit österreichischen Spitzenpolitikern und Kirchenvertretern galt ihr Augenmerk dem reibungslosen Hotelbetrieb mit einem sehr ambitionierten Anspruch: Das Haus sollte in seinem Kaffeehaus Pilgern und Touristen aus aller Welt den besten Cappuccino und den allerbesten Apfelstrudel bieten.

Ein besonderes Anliegen war ihr jeweils auch die möglichst würdige Gestaltung des Weihnachtsfestes im Hospiz. War sie in ihren ersten Jahren am Hospiz vor allem für die hauswirtschaftliche Leitung zuständig, rückte sie 2011 offiziell zur Vizerektorin auf, unterstützte in dieser Aufgabe Rektor Stephan Bugnyar. Von einer schweren Erkrankung genesen, befand es ihre Ordensleitung als besser, sie künftig wieder in ihrer Heimat Oberösterreich einzusetzen.

Aus Israel wegzugehen, fällt Schwester Bernadette nicht leicht, wie sie bei ihrer Abschiedsfeier vor wenigen Tagen zugab. Ihre Hoffnung ist, „dass Kontakte bestehen bleiben und ich immer wieder liebe Post und liebe Besuche aus Jerusalem bekomme“. Schwester Bernadette meinte damit mit Sicherheit auch arabische und jüdische Freundschaften, die sie in den vielen Jahren in Jerusalem knüpfte.

 

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