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Landsleute

Die Musik liegt ihr im Blut

Von Herbert Schorn  06. Februar 2020 00:04 Uhr

Eva-Maria Schmid, Sopranistin aus Rainbach

Die Innviertlerin Eva-Maria Schmid singt ab Samstag in "Don Giovanni" an der Oper Graz.

Eva-Maria Schmid stammt aus einer musikalischen Innviertler Familie. Und trotzdem – ihrem Traumberuf als Opernsängerin näherte sie sich nur mit kleinen Schritten an. Doch nun hat sie es geschafft: Seit Herbst ist sie fixes Mitglied am Opernstudio in der Oper in Graz, am Samstag steht die Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Don Giovanni" an. Dabei wird sie als Zerlina ihr Rollendebüt geben. "Ich freue mich schon sehr darauf", sagt die Sopranistin.

Damit ist Eva-Maria Schmid endlich dort, wo sie immer hinwollte: auf der Bühne. Und doch zögerte sie lange, bis sie diesen Schritt in der letzten Konsequenz wagte. Musik wurde in ihrer Familie immer groß geschrieben. Ihr Vater Ludwig Schmid ist Lehrer für Klarinette und Saxophon an der Musikschule Schärding, auch die Mutter, eine Zahntechnikerin, singt gerne: "Uns liegt die Musik im Blut", sagt Eva-Maria Schmid. Konsequenterweise besuchte sie die Musikhauptschule in Schärding, den Musikzweig im BORG Ried und studierte nebenbei Gesang an der Bruckner-Uni.

Nach der Matura schrieb sie sich an der Uni für Musik und darstellende Kunst in Wien ein – aber für zwei musikpädagogische Studien: Musikerziehung und Gesangspädagogik. Erst mit dem dritten Studium wagte sie den Schritt auf die Bühne: Konzertfach Gesang. Warum hat sie so lange gezögert? "Sängerin zu sein ist ein schwieriger Beruf. Es braucht viel Zeit, Energie und Durchhaltevermögen", sagt Schmid, die im August ihren Mann Sinan Cenkel in Wien kirchlich heiratete. "Man muss sich ständig beweisen, darf nie aufgeben und muss immer an sich glauben." Doch irgendwann wurde ihr klar: "Ich kann nicht ohne das Singen."

Nun pendelt sie zwischen Wien, wo sie lebt, Graz, wo sie arbeitet, und Oberösterreich, wo sie immer wieder Auftritte (den nächsten am 25. März im Brucknerhaus) hat. Ihre Berufung hat sie nun gefunden: "Wenn man auf der Bühne steht und das Publikum berühren kann, ist es das Schönste auf der Welt. Dann weiß man, dass sich alles gelohnt hat."

 

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Herbert Schorn

Redakteur Kultur und Leben

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