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Landsleute

Der kranke Wald braucht beste Pfleger

Von Josef Lehner 18. Juni 2019 00:04 Uhr

David Keplinger, Forstwirtschaftsmeister aus Lichtenau bei Haslach

Mühlviertler schloss die Ausbildung als Forstwirtschaftsmeister des Jahres ab.

Der Mühlviertler David Keplinger hat den Wald zu seinem Arbeitsplatz gemacht. Schon in der Grundschule hat ihn der Forst interessiert, nun hat er seine Ausbildung als bester Forstwirtschaftsmeister des Jahrgangs an der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen – Waldcampus Österreich – abgeschlossen. Er präsentierte unter den 17 Jahrgangskollegen den besten Waldwirtschaftsplan. Zuvor hatte er die Matura an der HLBLA St. Florian und die Ausbildung zum Forstfacharbeiter absolviert.

Österreichs Wälder brauchen bessere Pfleger denn je, weil ihnen Trockenheit, Borkenkäfer und Stürme zusetzen. Der Fehler der Vorfahren, wegen des hohen Ertrags nur noch Fichten-Monokulturen zu pflanzen, rächt sich seit Jahren. Es werde Fichten weiterhin geben, sagt der 25-jährige Keplinger, allerdings werden die Baumarten in einem anderen Mischungsverhältnis stehen.

Er bewirtschaftet mit seinem Vater nicht nur den eigenen Forst in Lichtenau (Bezirk Rohrbach). Die Familie hat die Fläche von zehn auf 20 Hektar verdoppelt. Außerdem werden rund 200 weitere Hektar betreut und gepflegt, die einer Agrargemeinschaft bzw. privaten Waldbesitzern gehören.

Sorglose Waldbesitzer

„Viele Leute haben einen Wald geerbt und haben kein Wissen dazu. Die Waldarbeit ist aber sehr gefährlich“, sagt David Keplinger. Deshalb sei es gut, wenn sie die Pflege ihres Forstbesitzes Profis übertragen: „Der Schaden durch Borkenkäfer ist in vielen Wäldern auch so massiv, weil die Pflege des Baumbestandes von manchen Eigentümern lange vernachlässigt worden ist. Das rächt sich jetzt.“

Die Region Haslach sei zwar über 600 Meter Seehöhe, in der die Fichte eigentlich kräftiger wachsen müsste. Trotzdem würden sich die Borkenkäfer massiv vermehren, besonders in Südlagen, sagt der junge Forstexperte. Da sei rasch zu handeln. Keplinger senior und junior analysieren die Schadsituation. Die eigentliche Holzarbeit wird häufig an Dienstleister vergeben.

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Josef Lehner

Redakteur Wirtschaft

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