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Landsleute

Dauerlauf für die Wissenschaft

Von Dietlind Hebestreit  22. Mai 2020 00:04 Uhr

Michael Orthofer
Michael Orthofer, Biologe und Wissenschafter

Der gebürtige Grieskirchner entdeckte ein Gen, das schlank macht.

Wissenschaft ist kein Sprint, sondern ein Marathon: Um zu beweisen, dass ein bestimmtes Gen den Menschen schlank machen kann, forschte Michael Orthofer zehn Jahre lang: „Manchmal war die Arbeit sehr frustrierend. Belohnt wird man dann aber, wenn Experimente funktionieren.“

Von Anfang an fand der gebürtige Grieskirchner es toll, in die Welt der Wissenschaft einzutauchen. Er studiert in Wien Molekulare Biologie und schnupperte auf Vermittlung des Genetikers Josef Penninger auch in Toronto Uni-Luft. Nach einem Praktikum im Penninger-Labor, das er sich mit viel Hartnäckigkeit erkämpfte, fasste Orthofer dort Fuß: „Was mir richtig taugt ist, dass Menschen aus so vielen unterschiedlichen Kulturen dort harmonisch zusammenarbeiten.“

Trotzdem schlägt der Forscher jetzt gerade einen anderen Weg ein. Er arbeitet seit kurzem bei einem Pharma-Start-up in Wien, das gerade ein Labor aufbaut und unter anderem die Wirkung von Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) wissenschaftlich untersuchen wird – parallel zur Entwicklung anderer Heilmittel.

Nach langen Tagen und Nächten im Dienste der Wissenschaft entspannt sich der 36-Jährige gerne beim Angeln. Als Kontrast zur kleinteiligen Arbeit im Labor geht der Fußballfan mit Freunden ins Rapid-Stadion und feuert dort lauthals seine Mannschaft an. Musikalisch fühlt sich der Oberösterreicher bei Jack White, Depeche Mode und den Rolling Stones zu Hause und hört auch gerne die Linzer Punkband „Griper“. Immer noch zieht es den Biologen in die Heimat, wo er seine Eltern in Peuerbach besucht und gerne mit ihnen im Wald spazieren geht. „Ich verdanke ihnen meine Karriere, sie haben mich immer unterstützt“, sagt Orthofer.

Was dem Forscher persönlich wichtig ist: „Dass die Leute ein bisschen mehr Vertrauen in die Wissenschaft haben und diese auch ernst nehmen. Ich finde es schade, wenn manche Menschen zum Beispiel die Errungenschaften von Impfungen ignorieren.“

 

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