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Landsleute

„Besser, als auf der faulen Haut zu liegen“

Von Alfons Krieglsteiner  06. Juli 2020 00:05 Uhr

Jürgen Wansch hilft Obdachlosen.

Josefine Kröswagn und Jürgen Wansch unterstützen Diakonie in Corona-Krise.

Josefine Kröswagn ist 22 Jahre alt und studiert an der Universität Shanghai internationale Politik. Der gleichaltrige Jürgen Wansch ist von Beruf Schweißer in der voestalpine. Beide haben etwas gemeinsam: ihr humanitäres Engagement, das sie als ehrenamtliche Mitarbeiter der Evangelischen Stadt-Diakonie Linz im Of(f)n-Stüberl vor allem an den Wochenenden zusammenführt. In diesem Tageszentrum erhalten Obdachlose neben psychosozialer Unterstützung auch ein kostenloses Frühstück. Das bereiten die beiden zu – und ersetzen damit die „Ehrenamtlichen“, die aufgrund ihres Alters selbst zur Risikogruppe gehören: „Für sie springen wir gerne ein!“

Kröswagn war zu Neujahr aus China nach Linz zurückgekommen. Nach Ausbruch der Pandemie blieb ihr die Rückreise nach China aber seither verwehrt. Derzeit arbeitet sie viel vom Homeoffice aus – für Lehrveranstaltungen, die sie zum Verfassen ihrer Masterarbeit braucht. In der Freizeit wollte sie „etwas Sinnvolles tun“ – im Of(f)n-Stüberl hat sie dazu die Gelegenheit.

Josefine Kröswagn hilft Obdachlosen.

Das gilt auch für Jürgen Wansch. „Ich arbeite im Schichtdienst, da habe ich regelmäßig Zeit, um den Notdienst im Of(f)n-Stüberl mitzugestalten“, sagt er. Das sei besser, „als in der Freizeit auf der faulen Haut zu liegen“. Und „interessante Menschen“ lerne man bei dem Hilfsdienst auch kennen, sind sich beide einig. Das sei umso schöner, „als während der Krise die persönlichen Kontakte ohnehin stark reduziert werden müssen“. Die geltende Maskenpflicht ist Wansch gewohnt: „Ich muss ja bei der Arbeit in der voest auch eine Schweißer-Schutzkleidung tragen.“ Er lebt in St. Oswald bei Freistadt. Privat ist er Fitness-Sportler, sein musisches Talent beweist er am Klavier.

In einer Initiative des Rotary Clubs Linz, der anderen Rotary Clubs und der OÖN werden Helden der Coronakrise ausgezeichnet – mit jeweils 1000 Euro. Spenden an AT 56 2032 0321 0052 4622.

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