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SsangYong New Korando: Koreaner mit italienischem Flair

Der neue Ssangyong Korando bringt einen unaufgeregt und ohne viel Klimbim ans Ziel

Koreaner mit italienischem Flair

Der Ssangyong Korando ist ein treuer Begleiter für Menschen, die wenig Wert auf allerlei Schnickschnack legen. Bild: Ssangyong

Der südkoreanische Autobauer Ssangyong (Zwillingsdrache) will endlich auf die Überholspur. Diese vielversprechende Ankündigung lesen wir, bevor wir uns mit dem Ssangyong Korando auf die Reise nach Dresden begeben. Gut so, denken wir und starten den Südkoreaner, der uns sicher und schnell ans Ziel bringt – allerdings kann man dem Navi – trotz unzähliger Versuche – kein einziges deutsches Wörtchen entlocken. Beharrlich spricht der Südkoreaner nicht koreanisch, sondern italienisch mit uns. Und so wird die Urlaubsfahrt für Positiv-Denker zum intensiven Sprachkurs.

Design: Der Ssangyong Korando ist ein Auto ohne jeglichen Schnickschnack. Sein Aussehen ist unaufgeregt-sachlich-solide. Sein neuer Kühlergrill wirkt schick. Viel Klimbim oder Wow-Effekte gibt’s garantiert nicht. Und das macht sympathisch.

Innenraum: Innen präsentiert sich das geräumige Auto – im Vergleich zur Konkurrenz – eher spartanisch. Das Armaturenbrett ist in Titan-Optik gehalten. Die Sitzposition im 4,41 Meter langen Korando ist anfänglich allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man auf den belüfteten Sitzen (kalt und warm – je nach Bedarf) recht weit oben thront.

Koreaner mit italienischem Flair

Dafür hat man eine ausgesprochen gute Weit- und Rundum-Sicht. Der für Fahranfänger so wichtige 3-S-Blick kann wunderbar gemacht und trainiert werden. Zur Herausforderung wurde beim OÖNachrichten-Test – wie bereits erwähnt – die Bedienung des Navi, das sich beharrlich weigerte, deutsch zu sprechen. Der Kofferraum ist ausreichend dimensioniert, wenn man die Rücksitze umlegt, stehen 1312 Liter zum Beladen bereit. Eine elektrische Heckklappe gibt es beim Südkoreaner aber nicht. Aber ein bisserl Bewegung hat ja noch niemandem geschadet. Positiv zu erwähnen ist der SUV-typische Ein- und Ausstieg.

Fahrwerk: Das Fahrwerk des Koreaners ist sehr hart abgestimmt. Jede Unebenheit wird schonungslos weitergeleitet. Das geht auf Dauer auf den Rücken. Wer empfindlich ist, sollte sich ein schonendes Polsterl unterlegen.

Motor: Auf normalen Überlandfahrten und in der Stadt reicht die Power durchaus aus. Eher zäh lässt sich der 178 PS starke Dieselmotor an, wenn man einmal wirklich beschleunigen will. Trotz seiner überraschend spontanen Gasannahme schafft er es nicht, die 1,8 Tonnen des Fahrzeugs wirklich in Wallung zu bringen.

Koreaner mit italienischem Flair

Fazit: Perfekt für Menschen, die das Auto als reines Transportmittel betrachten. Das hart abgestimmte Fahrwerk ist gewöhnungsbedürftig. Ansonsten ist an diesem rustikalen Koreaner eigentlich nichts auszusetzen, weil alles tadellos funktioniert.

 

SsangYong New Korando 2.2 4WD

Preis: ab 21.950 Euro
Von uns getestet 29.450 Euro

Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel
Hubraum 2157 ccm_
Leistung 131 kW/178 PS bei 4000 1/min
max. Drehmoment 400 Nm von 1400 bis 2800 1/min

Verbrauch (NEFZ)

Stadt/Land/Mix 7,2/5,0/5,8
OÖN-Test 8,9
Tank/Kraftstoffart 57 l/Diesel

Umwelt: Euro-6b
CO2-Ausstoß 152 g/km

Antrieb: Allrad
6-Gang-Schaltgetriebe

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 10,8 sec
Spitze 185 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4410/1830/1710 mm
Radstand 2650 mm
Leergewicht 1754 kg
Zuladung 506 kg
Anhängelast 600/1100 kg
Kofferraum 486 bis 1312 Liter

Garantie: fünf Jahre oder 100.000 km

Plus: hohe Sitzposition, nicht zu viel Schnickschnack, trotzdem alles da, was man braucht

Minus: etwas lauter Motor

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Artikel Barbara Rohrhofer 05. September 2018 - 00:04 Uhr
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