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Cooper-D: Mini macht auf Sparmeister

Die neue Diesel-Generation des Standard-Mini ist ein genügsamer Zeitgenosse.

Cooper-D: Mini macht auf Sparmeister

Der Mini Cooper als Fünftürer: Die Designer blieben der Kult-Linie treu, verfeinerten diese lediglich leicht. Bild: Mini Cooper

Unglaublich! 17 Jahre ist es nun schon wieder her, dass Mini im Jahr 2001 den ersten Mini Cooper unter Regie der BMW-Gruppe auf den Markt brachte. Marke und Auto sind bis heute Kult. Ganz im Gegensatz zum Dieselantrieb, mit dem der OÖN-Testwagen ausgestattet war.

Design: Wer Mini kauft, bekommt die volle Ladung Großbritannien. Der Union Jack leuchtet seit dem Facelift nicht nur vom Armaturenbrett auf der Beifahrerseite, sondern nun auch von den Rückleuchten. Dem Kult – nennen wir ihn einmal Wahl-Münchner – tut dies natürlich keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Innenraum: Mindestens genauso schick ist der Cooper-D innen. Das Cockpit ist verspielt, aber noch übersichtlich. Dass das Infotainment-System aus dem BMW-Konzern kommt, merkt der Pilot spätestens beim Griff zum Ganghebel. Denn dann streift die Hand das Bedienrad des Multimediasystems. Mitfahrer im Fond haben weniger Freude daran. Warum? Weil sie zeitgleich zur Entdeckungs-Tour des Piloten mit der idealen Sitzposition kämpfen. Die Beinfreiheit im Fond ist endenwollend. Selbiges gilt für das Ladevolumen weiter hinten. Allerdings ist der Mini nie als Lastesel konzipiert worden.

Cooper-D: Mini macht auf Sparmeister

Fahrwerk: Das viel zitierte Go-Kart-Feeling kann einen auch im Diesel-Mini erfassen. Denn die kurzen Überhänge, der lange Radstand und ein vergleichsweise straff abgestimmtes Fahrwerk leisten gemeinsam mit einem bis zu 115 PS starken Motor und kräftigen Drehmoment gute, sportliche Dienste.

Motor: Im Motorraum werkelt ein in Steyr aus der Taufe gehobener Dreizylinder, dessen Brennkammern durch dieses in Verruf geratene Kohlenwasserstoff-Gemisch, das Heizöl ähnelt, befeuert werden. Dabei ist der Mini Cooper D ein wahrer Sparmeister beim Verbrauch. Auf der Teststrecke zwischen Linz und Innsbruck (313 Kilometer) hat sich der vermeintlich unpopuläre Antrieb mit fünfeinhalb Litern pro 100 Kilometer begnügt. Auf der Autobahn, wohlgemerkt. Bei anständiger Reisegeschwindigkeit. Umgerechnet in Emissionswerte sind es knapp mehr als 32 Kilogramm CO2, die bis Innsbruck ausgestoßen worden sind. Der Testwagen aus der Vorwoche (Opel Insignia GSi) hätte diesen Wert bereits vor dem Chiemsee erreicht. Generell beendeten wir den zweiwöchigen Test mit einem Verbrauch von 5,8 Litern. Möglich gemacht werden diese Werte durch ein neues, präziseres Einspritzsystem. Und natürlich begünstigt durch ein relativ geringes Gewicht (1205 Kilogramm). Viel effizienter kommt man in gut zweieinhalb Stunden nicht in die Tiroler Landeshauptstadt.

Fazit: Der Mini Cooper D ist der genügsamste aller Mini-Varianten. Nur nicht bei der Aufpreisliste.

 

Mini Cooper D

Preis: ab 24.800 Euro
OÖN-Testwagen 43.065 Euro

Motor: Reihen-Dreizylinder Turbodiesel
Hubraum 1496 ccm
Leistung 85 kW (116 PS) bei 4000 1/min
max. Drehmoment 270 Nm bei 1750–2250 1/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 4,4/3,6/3,9
OÖN-Test 5,8
Tank/Kraftstoffart 44 l/Diesel

Umwelt: Euro-6c
CO2-Ausstoß 103 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,4 sec
Spitze 203 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 3982/1727/1425 mm
Radstand 2567 mm
Leergewicht 1205 kg
Zuladung 535 kg
Kofferraum 278-941 Liter
Bodenfreiheit 146 mm
Wendekreis 11,0 m

Garantie: Zwei Jahre, drei Jahre auf Lack, 12 Jahre gegen Rost

Plus: gelungenes Design, effizienter Motor, moderne Technik

Minus: lange Aufpreisliste, Beinfreiheit im Fond

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Artikel Markus Prinz 29. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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