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Wirtschaftsraum OÖ

Welser Sabtours geht wieder auf Reisen

Von Susanne Dickstein  19. Juni 2021 00:04 Uhr

Sabtours meldet sich lautstark zurück
Wolfgang Stöttinger (li.) und Hannes Schierl

LINZ. Reisebüros: Nach dem schwierigen Corona-Jahr mit Umsatzeinbrüchen kommt das Geschäft in Schwung.

"Es tut sich wieder was", sagt Hannes Schierl, gemeinsam mit Wolfgang Stöttinger geschäftsführender Gesellschafter von Sabtours. Das Reisebüro- und Busunternehmen hat – wie die gesamte Reisebranche – massiv unter der Coronakrise gelitten. Nach ersten Stornierungen im Frühjahr 2020 brach sukzessive der Großteil des Geschäfts weg.

Jetzt melden sich die Welser mit einem breiten Sortiment an Busreisen und organisierten Touren zurück. "Die Nachfrage ist wieder da. Noch sind die Kunden zaghaft, aber sie wollen wieder verreisen", sagt Schierl. Der Gruppenumsatz des Familienunternehmens (Sabtours, Kneissl Touristik) ist in den Corona-Monaten von 88 auf 37 Millionen Euro eingebrochen. Einzige Konstante war das Linienbusgeschäft, das im Auftrag der öffentlichen Hand durchgeführt wird und für das langfristige Verträge abgeschlossen werden. Es macht rund 25 Millionen Euro Umsatz aus.

Weniger Reisebüros

Die herben Einbrüche führten zu einer Verkleinerung der Strukturen, vor allem im Reisebürogeschäft. Das Filialnetz wurde von 13 auf acht Standorte reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 410 auf 365. Schmerzlich sei gewesen, dass Mitarbeiter das Unternehmen verließen, weil sie das Vertrauen in die Branche verloren hatten. Nicht so die beiden Unternehmer Schierl und Stöttinger: Sie haben auch im Krisenjahr investiert. Die Busflotte wurde erneuert. 15 moderne Reisebusse sind unterwegs. Dazu kommen 160 Linienbusse.

Zum Neustart liegt der Fokus bei Sabtours auf Österreich und seinen Nachbarländern. Es wurde ein eigener Österreich-Katalog mit Kultur-, Sport- und Naturreisen aufgelegt. Ab Ende Juni sind auch die traditionellen Bäderbusse in die Badeorte der oberen Adria wie Bibione, Lignano und Jesolo unterwegs. "Die Fernreisen sind derzeit noch tot. Die Busse kommen wesentlich schneller in Bewegung als die Flieger", sagt Schierl.

Dass die Krise langfristig eine Veränderung im Reiseverhalten bringen wird, bezweifeln die beiden Unternehmer: "Unsere Branche hat sich nicht gut verkauft. Urlaub soll kein Luxusartikel sein, aber er soll etwas wert sein. Wir reden von Klimaschutz und dann kostet ein Billigflug in die Ferne weniger als das Parken am Flughafen."

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Artikel von

Susanne Dickstein

stv. Ressortleiterin Wirtschaft

Susanne Dickstein
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