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Wirtschaftsraum OÖ

Sticht kauft Sticht: Stiwa wächst durch Zukauf

Von Susanne Dickstein  14. Februar 2020 00:04 Uhr

Sticht kauft Sticht: Stiwa wächst durch Zukauf
Die Zahl der Beschäftigten im Familienunternehmen steigt auf 2250.

ATTNANG-PUCHHEIM. Familienfremder Manager ist nach einem Dreivierteljahr wieder Geschichte.

Erneut ist der Versuch gescheitert, beim Autozulieferer Stiwa einen familienfremden Geschäftsführer zu etablieren. Andreas Leobacher, seit April des Vorjahres neben Peter Sticht zweiter Geschäftsführer des Familienunternehmens, habe "sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen", wie Peter Sticht sagt. Der Sohn des Firmengründers führt das Unternehmen seit Monatsbeginn allein weiter. Sein Bruder Raphael ist im Vorjahr an die Spitze des Aufsichtsrats gewechselt. Peter Sticht will mittelfristig den Generationswechsel einleiten. Man habe in der zweiten Managementebene gute Leute, die schrittweise in Position gebracht werden sollen.

Ein weiterer Schritt zum Generationswechsel ist in den vergangenen Wochen erfolgt: Vater Walter Sticht (75) hat seine eigene Firma Sticht Technologie mit Standorten in Deutschland und Österreich (Hagenberg) an die Stiwa-Gruppe verkauft. "Wir werden sie rückwirkend zu Jahresbeginn in das Unternehmen integrieren", sagt Peter Sticht. Dadurch kommen weitere 150 Mitarbeiter und 15,5 Millionen Euro Umsatz hinzu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 30. 6. 2019) hat die Stiwa-Gruppe noch mit 2100 Mitarbeitern einen Umsatz von 267 Millionen Euro erzielt.

Vater Walter Sticht ziehe sich mit dem Verkauf seiner Firma endgültig aus allen Funktionen operativ ebenso wie in Stiftung und Aufsichtsrat zurück und bleibe nur als Gesellschafter an Bord, sagt Peter Sticht. Neben Vater Walter und den Brüdern Peter und Raphael hält auch Mutter Herta Sticht nach wie vor Anteile am Autozulieferer.

Das Werk in China steht

Für das laufende Geschäftsjahr ist Sticht zuversichtlich. Die Talsohle in der Autoindustrie sei durchschritten. Zudem gebe es spannende Neuprojekte. Bremsspuren verursache hingegen das Coronavirus: Das Stiwa-Werk in China steht seit drei Wochen und soll ab Montag langsam wieder hochfahren.

"Ich rechne erst Ende März mit einer Normalisierung", sagt Sticht. Ein Teil des Arbeitsausfalls soll samstags eingearbeitet werden. Die Höhe der Mehrkosten sei noch nicht abschätzbar. In der Lieferkette gebe es aber derzeit keine Probleme. Stiwa hat acht Standorte auf drei Kontinenten.

Artikel von

Susanne Dickstein

Redakteurin Wirtschaft

Susanne Dickstein
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