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Wirtschaftsraum OÖ

Rubble Master muss heuer kleinere Steine brechen

29. Juli 2020 00:04 Uhr

Rubble Master muss heuer kleinere Steine brechen
Mit mobilen Brechern für die Naturstein- und Recyclingindustrie ist Rubble Master in 110 Ländern tätig.

LINZ. Linzer Weltmarktführer erwartet wegen Corona 15 bis 20 Prozent weniger Umsatz – Konzern will trotz Krise Personal aufstocken.

Zweistellige Wachstumsraten waren für Rubble Master in den vergangenen Jahren gang und gäbe. Heuer muss der erfolgsverwöhnte Produzent von mobilen Brechern für die Naturstein- und Recyclingindustrie den Gürtel enger schnallen. Der Linzer Konzern erwartet wegen Corona rund 15 bis 20 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr.

"Wir erleben die forderndsten Zeiten in der 30-jährigen Firmengeschichte", sagte Gründer und Geschäftsführer Gerald Hanisch gestern, Dienstag, bei einem Online-Pressegespräch. Wegen der coronabedingt gesunkenen Auftragslage in einigen Märkten meldete die Gruppe zwischenzeitlich Kurzarbeit an – mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaften in Österreich und der Schweiz.

"In diesen Märkten sind wir voll ausgelastet und hatten auch keine Einbrüche gegenüber dem Vorjahr", sagte Co-Geschäftsführer Günther Weissenberger. In Mexiko, Thailand und China habe es teils sogar "mehr Resonanz" als vor Corona gegeben. Rubble Master ist in 110 Ländern tätig, die Exportquote beträgt 95 Prozent. Die Nähe zu den Kunden mache sich nun bezahlt, da die meisten Bauprojekte vorantreiben wollten, erklärte Hanisch.

Ob der Umsatz heuer um 15 bis 20 Prozent sinken werde, hänge auch von den Entwicklungen im Herbst ab, sagte Weissenberger. 2019 setzte Rubble Master 182 Millionen Euro um, 2021 will man wieder Vorkrisenniveau erreichen. 60 Prozent des Geschäftes macht Rubble Master im deutschsprachigen Raum. Der Rest entfällt auf Nord- und Südamerika, Nordeuropa und Großbritannien. Laut eigenen Angaben ist der Konzern bei mobilen Brechern weltweit führend.

Ausbau in Linz verzögert sich

Um künftig wieder zu wachsen, will das Unternehmen Personal aufstocken. Zu den 330 Mitarbeitern, davon 200 in Linz, sollen weitere hinzukommen. Wie viele dies sein sollen, wurde nicht mitgeteilt. Wegen Corona führt Rubble Master neue Arbeitszeitmodelle ein, etwa eine Kombination aus Homeoffice und flexibler Arbeitszeit. Auch eine Viertagewoche ist geplant.

Zu Verzögerungen kommt es beim geplanten Ausbau der Zentrale im Linzer Südpark. Im Herbst des Vorjahres hatte Rubble Master angekündigt, heuer im Frühjahr neue Produktions- und Logistikhallen zu errichten. "Uns fehlen noch Gutachten für die Baubewilligung", räumt Weissenberger ein. Baubeginn soll aber noch heuer sein. (rom)

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