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Wirtschaftsraum OÖ

Preisdruck bei Alu ließ Gewinn der Amag schmelzen

Von Martin Roithner 02. August 2019 00:04 Uhr

Preisdruck bei Alu ließ Gewinn der Amag schmelzen
Arbeiten an einer Plattieranlage der Amag: Den Innviertlern setzte im ersten Halbjahr ein Mix aus Problemen zu.

RANSHOFEN/WIEN. Innviertler Konzern verdiente trotz mehr Ab- und Umsatz im ersten Halbjahr weniger.

Eine Palette mehrerer Faktoren hat dem Innviertler Aluminiumkonzern Amag ein durchwachsenes erstes Halbjahr beschert. Gesunkene Aluminiumpreise, eine schwächelnde weltweite Nachfrage, die eingetrübte Konjunktur sowie die Folgen des Handelsstreits zwischen China und den USA drückten auf den Gewinn des Zulieferers.

Ähnlich wie beim Stiwa-Konzern (siehe Artikel nebenan) spürt die Amag auch die aufkommende Abkühlung in der Automobilbranche. Um- und Absatz konnte der börsenotierte Leitbetrieb hingegen vor allem dank des Ausbaus der Zentrale in Ranshofen steigern.

"Die ersten sechs Monate waren okay, aber etwas gebremst", sagte Amag-Vorstandschef Gerald Mayer gestern, Donnerstag, bei seiner ersten Präsentation der Halbjahreszahlen in Wien. Der 48-Jährige löste Helmut Wieser im März an der Konzernspitze ab. Mayer betonte, die Amag sei breit aufgestellt, um Dämpfer gut abfedern zu können.

Diese fielen mit Blick auf den Gewinn aber durchaus üppig aus: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,5 Prozent auf 72 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 32 Prozent auf 31,3 Millionen Euro ein.

Mayer führte zwei Gründe ins Treffen: Die Nachfrage nach Aluminium wuchs im bisherigen Jahr nur um 1,2 Prozent, nachdem die Rate in den vergangenen Jahren stets bei mehr als drei Prozent gelegen war. Auch die weltweiten Bestände gingen zurück, von 11,5 auf 10,4 Millionen Tonnen. Trotzdem gebe es bei den Preisen einen deutlichen Rückgang. Der Preis für Aluminium sank in acht Monaten um ein Fünftel. "Das ist eine skurrile Situation, betrifft aber auch andere Metalle wie Zink oder Kupfer", sagte Mayer.

Ziele bleiben in Reichweite

Positiv strich der Vorstandsvorsitzende die Entwicklung am Stammsitz in Ranshofen hervor. Neue Anlagen erhöhten den Absatz bei Walzprodukten von 112.100 auf 120.300 Tonnen. Die Innviertler stellen Walzprodukte und Gusslegierungen für die Industrie her. In den meisten Segmenten habe man Steigerungen erzielen können, sagte Mayer. In Summe sei der Absatz aller Produkte um ein Zehntel auf 226.000 Tonnen gestiegen. Beim Umsatz gab es in den ersten sechs Monaten ein Plus von 6,9 Prozent auf 554,6 Millionen Euro.

An den Jahreszielen hält die Amag trotz des unsicheren Umfelds fest. Das Ebitda soll zwischen 125 und 135 Millionen Euro betragen, der Absatz anziehen. Der Konzern will heuer 100 Millionen Euro investieren. 39 Millionen davon flossen bisher ins Werk in Ranshofen. Bei der Amag arbeiten derzeit 1983 Beschäftigte, um 46 mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

Martin Roithner
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