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Wirtschaftsraum OÖ

Marchtrenker TGW krallt sich Großauftrag von Puma

Von Susanne Dickstein 25. Mai 2019 09:22 Uhr

Marchtrenker TGW krallt sich Großauftrag von Puma
Der deutsche Puma-Konzern errichtet mit Unterstützung aus Oberösterreich ein Logistikzentrum der Superlative.

WELS. Das Auftragsvolumen soll knapp 200 Millionen Euro betragen.

Einen der größten Aufträge seiner Firmengeschichte hat das Familienunternehmen TGW kürzlich gewinnen können. Die Marchtrenker wurden vom Sportartikelkonzern Puma beauftragt, ein hochautomatisiertes Distributionszentrum zu errichten. Dem Vernehmen nach soll der Auftragswert knapp 200 Millionen Euro betragen.

Im bayrischen Geiselwind, eine Autostunde nordwestlich von Nürnberg und von der Puma-Konzernzentrale in Herzogenaurach entfernt, soll bis zum Jahr 2021 ein Logistikzentrum mit 730.000 Stellplätzen entstehen. Vor wenigen Wochen erfolgte der Spatenstich im Beisein von Puma-Finanzvorstand Michael Lämmermann.

Herzstück des Zentrums ist das von der TGW entwickelte "Flash-Pick-System": Dahinter verbirgt sich eine automatisierte Einzelstück-Kommissionierung. Die unterschiedlichen Bereiche des Lagers werden mit in Summe 21 Kilometern Fördertechnik aus Oberösterreich verbunden.

Für das Familienunternehmen mit (neuer) Zentrale in Marchtrenk ist die Zusammenarbeit mit einem internationalen Markenartikelkonzern nichts Ungewohntes: Für den Puma-Konkurrenten Adidas hat die TGW ebenso bereits zusammengearbeitet wie mit der Textilkette Esprit oder dem Onlinehändler Zalando. Erst im Vorjahr berichtete Firmenchef Harald Schröpf von einem Auftrag von Engelbert Strauss, einem deutschen Hersteller von Berufskleidung, für den ein vollautomatisiertes Logistikzentrum in Hessen errichtet werde.

Motor Internethandel

Der Internethandel ist der Wachstumstreiber für das Unternehmen. Von seinen Wurzeln aus dem Maschinenbau hat sich die TGW über die Jahre in Richtung Software entwickelt und bietet jetzt hochautomatisierte Lagerlösungen an.

Die Umsätze sind in den vergangenen Jahren laufend gestiegen, zuletzt von 621 auf 713 Millionen Euro (per 30. Juni 2018). Dabei könnte das Wachstum deutlicher ausfallen, wenn mehr Fachkräfte verfügbar wären, heißt es aus dem Unternehmen. Im Vorjahr wurden zwei Standorte eröffnet: die Firmenzentrale in Marchtrenk und das neue Werk im US-Bundesstaat Michigan. Mehr als 3300 Mitarbeiter sind in der Gruppe tätig.

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Artikel von

Susanne Dickstein

Redakteurin Wirtschaft

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