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Wirtschaftsraum OÖ

"Macht uns unsere Existenz nicht kaputt"

02. Oktober 2020 00:04 Uhr

"Macht uns unsere Existenz nicht kaputt"
Laut aktueller Verordnung dürfen hier nur zehn Personen trainieren.

LINZ. 10-Personen-Beschränkung für Indoor-Veranstaltungen wie Seminare erdrückt Tausende Unternehmer.

Die seit 21. September geltende Covid-19-Maßnahmenverordnung sieht unter anderem vor, dass Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesene Plätze nur bis maximal zehn Personen zulässig sind – egal wie groß der Raum ist und wie er belüftet werden kann. Das betrifft allein in Oberösterreich Tausende Selbstständige, die kaum Tanz-, Yoga-, Fitness- oder Gesundheitskurse unter wirtschaftlich rentablen Bedingungen anbieten können.

Viele Kurse werden abgesagt. Neue Kunden trauen sich nicht, Kurse zu buchen, weil sie nicht wissen, ob sie überhaupt stattfinden, berichtet Doris Jungbauer, Yoga- und Qigong-Lehrerin in Linz. Somit müssten Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, wieder nach Hause geschickt werden.

Auf die wirtschaftliche Not der Veranstalter macht Ilona Roth, Tanzpädagogin in Linz, aufmerksam: "Macht uns unsere Existenz nicht kaputt mit Maßnahmen, die keinen Sinn ergeben", sagt sie.

"Wir haben ja Sicherheits- und Hygienekonzepte und setzen diese auch gewissenhaft um." In ihrem 600 Quadratmeter großen Tanz-saal könnten viel mehr Menschen an einem Kurs für Tanz, Yoga oder Qigong teilnehmen unter Wahrung des Covid-Abstands und bei frischer Raumluft. Doch Vorschrift ist Vorschrift, es geht derzeit nicht.

Deshalb fordert der Vertreter der Grünen Wirtschaft Oberösterreichs, Bernhard Seeber, eine erhöhte Teilnehmer-Obergrenze für Veranstaltungen im Gesundheits- und Seminarbereich sowie für die Freizeitwirtschaft.

Denn auch Reiseveranstalter wie Mario Vanek, der eine Genussreise in die Südoststeiermark organisiert hatte, kann diese nicht mehr wirtschaftlich durchführen, weil sich Verkostungen oder Kellerführungen für maximal zehn Personen nicht rentierten. "Wir müssen branchenspezifische Hygienekonzepte und Risikomanagement anwenden dürfen", fordert Seeber. Allein in Oberösterreich gibt es 50.000 Einpersonen-Unternehmen. Sie bekämen kaum Gehör und auch wenig Geld aus Regierungstöpfen bekämen, so Seeber. (uru)

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