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Wirtschaftsraum OÖ

Linz AG will Vorreiter beim Umweltschutz sein

06. November 2019 00:04 Uhr

LINZ. Umweltbericht als Basis für weitere Maßnahmen bei der Infrastruktur und bei der Digitalisierung.

Der städtische Ver- und Entsorger Linz AG wolle in Sachen Umwelt- und Klimaschutz nicht nur Standards erfüllen, sondern Vorreiter sein, sagte gestern dessen Generaldirektor Erich Haider bei einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Stadträtin Eva Schobesberger.

Ziel müsse es sein, dass die Bürger der Landeshauptstadt, derzeit durch die Klimawandel-Debatte ohnehin verunsichert, Vertrauen in die Linz AG gewinnen und gerne in der Landeshauptstadt leben, sagte Haider. Deshalb habe das Unternehmen einen Konzern-Umweltbericht erstellt, obwohl es dazu nicht verpflichtet sei, sagte Haider. Dieser enthalte nicht nur bereits erbrachte Leistungen, er sei auch eine Basis für weitere Maßnahmen, um den künftigen Anforderungen gerecht werden zu können. "Die Menschen sollen nicht in Linz leben müssen, sondern wollen", sagte Haider.

Die Politik unterstütze diese Bestrebungen des kommunalen Unternehmens, sagte Bürgermeister Luger, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Linz AG ist. Am Donnerstag werde man ein Klimaprogramm für Linz im Gemeinderat vorlegen. Luger geht davon aus, dass es mit breiter Mehrheit beschlossen wird.

Bei der Umsetzung des Programms spielt die Linz AG eine entscheidende Rolle. Das beginne beim steigenden Trinkwasserbedarf und gehe bis hin zum Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes. Auch dieses sei Teil des Klimaschutzprogramms, weil es ganz neue Arbeitswelten ermögliche, die den Individualverkehr reduzieren könnten.

Geld für die Schiene fehlt

Stadträtin Schobesberger (Grüne) verwies darauf, dass derzeit rund eine Milliarde Euro in Straßenbauten gesteckt werde, das Geld für die zweite Schienenachse in der Landeshauptstadt jedoch fehle. Der öffentliche Verkehr werde aber eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels spielen.

Luger verwies darauf, dass es zwar schon seit 2014 eine Vereinbarung mit dem Land über den Bau dieser Straßenbahnachse gebe, durch "ständige Umplanungen" auf Seiten des Landes werde es aber verzögert. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sei jedoch mit "kommunalem Geld allein nicht finanzierbar".

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