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Wirtschaftsraum OÖ

Lichtblick für den Arbeitsmarkt: Amag sucht mehr als 100 Mitarbeiter

Von Sigrid Brandstätter  26. Februar 2021 05:19 Uhr

Lichtblick für den Arbeitsmarkt: Amag sucht mehr als 100 Mitarbeiter
Rund die Hälfte der abgesetzten Amag-Produkte sind gewalzte Teile - hier eine Aluminium-Rolle.

BRAUNAU. Trotz Einbruch hat Aluverarbeiter 2020 finanziell gut überstanden – 50 Cent Dividende.

"Die Amag steht genauso gut da wie vor Corona", sagte der Vorstandsvorsitzende des Aluminiumverarbeiters, Gerald Mayer, gestern bei der virtuellen Bilanzpressekonferenz. Tatsächlich hat das Unternehmen, das vor allem im bzw. ab dem zweiten Quartal vergangenen Jahres massive Absatzprobleme hatte, in wichtigen Kennzahlen wie bei der Eigenkapitalausstattung oder dem verfügbaren Cashflow die schlechten Monate gut weggesteckt. In den operativen Kennzahlen spiegelt sich freilich das Nachfragetief sehr wohl deutlich.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind im Moment gut. Mayer sprach von einem "guten Auftragseingang, der zumindest bis zur Jahresmitte" eine ebensolche Auslastung garantieren sollte. Aktuell erreichte der Auftragseingang in den ersten Wochen dieses Jahres das Vergleichsniveau des guten Jahres 2019. "Da sind zwar teilweise Nachholeffekte dabei, aber ich habe keinen Zweifel, dass die Amag heuer mit einem Plus beenden wird", so Mayer.

Auf Kurzarbeit folgt Aufbau

Aktuell werde – nach einem Aufnahmestopp im Vorjahr – Produktionspersonal gesucht, weil zusätzliche Schichten gebraucht werden. "Mehr als 100 Stellen haben wir ausgeschrieben", berichtet Mayer. Zu Jahresende hatte die Amag knapp 2000 Beschäftigte im Konzern. Im Ranshofner Werk waren es 1843 (2019: 1901). 1300 davon waren zum Höhepunkt der Coronakrise in Kurzarbeit, im vierten Quartal noch 400, seit Jahresbeginn wird voll gearbeitet.

Zu den Zahlen im Detail: Der Umsatz ist wegen des Mengenrückgangs und des um 15 Prozent gesunkenen Alupreises auf 904 Millionen Euro geschrumpft. Das Betriebsergebnis (Ebit) betrug 25 nach 61 Millionen. Die Eigenkapitalquote ging leicht von 41 auf 39 Prozent zurück. Der freie Cash-Flow (also echte Liquidität nach Investitionen) kam auf 45 nach 63 Millionen Euro.

Für die Aktionäre soll es 50 Cent Dividende geben – das entspricht dem (reduzierten) Vorjahresniveau. Damals hatte der Vorstand seinen ersten Dividendenvorschlag von 1,20 Euro auf 50 Cent reduziert.

Artikel von

Sigrid Brandstätter

Redakteurin Wirtschaft

Sigrid Brandstätter
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