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Wirtschaftsraum OÖ

Kredit schlägt Leasing bei der Autofinanzierung

Von Hermann Neumüller 17. Mai 2019 00:04 Uhr

So läuft der (alte) Hase
Aufregend unaufgeregtes Design: Der Golf Rabbit bleibt auch in der neuesten Generation zeitlos klassisch.

LINZ. Wer beim Autokauf einen Kredit aufnimmt, hat niedrigere Gesamtkosten als beim Leasing, zumindest wenn man das jeweils günstigste Angebot in Anspruch nimmt.

Das geht aus einem Vergleich der AK-Konsumentenschützer hervor, der den OÖNachrichten exklusiv vorliegt. "Der Abstand ist denkbar gering, vor zwei Jahren war das noch umgekehrt", sagt Gerhard Augustin von der Abteilung Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich. Augustin hat für diesen Vergleich für einen VW Golf Finanzierungsangebote eingeholt. Sowohl beim Leasing als auch beim Kredit lag die Porsche Bank vorne (siehe Grafik).

Bei den durchschnittlichen Gesamtkosten der sechs Kredit- und der neun Leasingangebote der Banken liegt umgekehrt die Leasingfinanzierung mit 21.739 Euro knapp vor der Kreditfinanzierung mit 22.015.

 

Kasko verändert das Bild

Weil die Leasinggesellschaft Eigentümerin des Autos bleibt, lässt sich diese ihr Risiko fast immer durch eine Vollkasko-Versicherung abdecken. Es gebe zwar Verträge, die diesen umfassenden Versicherungsschutz nicht vorsähen. "In der Praxis wird dann subtiler Druck ausgeübt, sodass die Leasingnehmer doch zur Vollkasko-Versicherung greifen", sagt Augustin.

Diese ist im AK-Vergleich nicht enthalten, hätte aber beträchtliche Auswirkungen auf den Effektivzinssatz bzw. die Gesamtkosten bei den Leasingangeboten. Beim Angebot der Sparkasse Oberösterreich, die vorbildlich als einzige Bank auch eine Jahresprämie für eine Kaskoversicherung in der Höhe von 720 Euro angegeben hat, erhöhen sich dadurch die Gesamtkosten von 21.572,48 auf 25.172 Euro und der Effektivverzinsung auf 9,2 Prozent.

Die monatliche Leasingrate sollte nicht das entscheidende Kriterium sein, auch wenn ein knappes Budget viele Konsumenten dazu treibt. Die Gesamtkosten und der effektive Jahreszinssatz seien entscheidend, sagt Augustin. Die monatliche Rate kann nämlich durch einen unrealistischen Restwert künstlich niedrig gehalten werden. "Von einer niedrigen

Monatsrate sollte man sich nicht blenden lassen", sagt der Konsumentenschützer.

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Hermann Neumüller

Redakteur Wirtschaft

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