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Wirtschaftsraum OÖ

Kommt es mit der TCG Unitech zu einer regionalen Lösung?

31. August 2019 00:04 Uhr

Kommt es mit der TCG Unitech zu einer regionalen Lösung?
(HNP/Froschauer)

ST. MARIEN. Insolvente HTI AG wird noch nicht geschlossen, weil es Interessenten für einen Gesamtverkauf gibt.

Nach Gerhard Rothner als Masseverwalter bei Gruber & Kaja hat sich der Linzer Wirtschaftsanwalt Thomas Kurz bei der HTI AG ein erstes Bild gemacht. Er wird die HTI AG, die abgesehen von Vorstand Bernd Schedler keine Mitarbeiter hat, vorerst nicht schließen.

Dies deshalb, weil es "Interessenten für eine Gesamtlösung gibt. Nächste Woche verhandle ich", sagt Kurz zu den OÖN. Dies ist insofern überraschend, als Kurz nicht viel zu verkaufen hat.

Wie berichtet, sind Fabrik und Bürogebäude, in der die HTI AG und Gruber & Kaja werken, nicht im Besitz der Unternehmen. Auch das Anlagevermögen ist geleast – etwa die Fertigungsanlagen, auf denen die Druckgussteile bearbeitet werden. Dennoch spricht Kurz von einer "möglichen wirtschaftlich interessanten Gesamtlösung", ohne weiter ins Detail zu gehen.

Denkt man an eine Branchenlösung, so gibt es in Oberösterreich mit TCG Unitech einen zweiten, viel größeren Aluteile-Druckgusshersteller, der ebenfalls an die Automobilindustrie liefert.

Die Geschichte beider Betriebe verlief gegengleich: Seit TCG Unitech mit Zentrale in Kirchdorf im Jahr 2010 an einer Pleite vorbeigeschrammt und von einer Investorengruppe übernommen worden war, ist das Unternehmen auf Wachstumskurs.

In Rohr an der Gemeindegrenze zu Kremsmünster ist jüngst ein Werk entstanden, das nur zum Teil ausgelastet ist. Gleichzeitig ist das Unternehmen auf Personalsuche und beklagt, im oberen Kremstal kaum noch geeignetes Personal zu finden. HTI und Gruber & Kaja liegen 20 Kilometer weiter nördlich – im unteren Kremstal. Dort bangen 200 Gruber-&-Kaja-Arbeitnehmer um ihren Job. 2002 war es übrigens umgekehrt: Damals wollten die Herren Gruber und Kaja (siehe oben) von der damals kriselnden Unitech Mitarbeiter abwerben.

TCG Unitech bräuchte keine Hallen, sondern die Mitarbeiter und hätte noch Platz für Bearbeitungszentren. Die Kunden (von BMW bis VW) wären ident. Insofern wäre ein regionale Lösung naheliegend. (sib)

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