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Wirtschaftsraum OÖ

Industrie: "Klimaschutz als Chance, aber bei klaren Rahmenbedingungen"

31. Mai 2021 00:04 Uhr

Stefan Leitl
Stefan Leitl

LINZ. Weniger Bürokratie und kürzere Verfahren für Betriebe wichtige Ziele.

Oberösterreichs Industrie bekennt sich grundsätzlich zum Klimaschutz und will auch zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Allerdings müssten dabei auch die Bedürfnisse der Betriebe berücksichtigt werden, sagt Stefan Leitl. Der Geschäftsführer des Baustoffwerke-Unternehmens Leitl ist Sprecher der Gruppe "Betrieb und Umwelt" in der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Die Gruppe versucht, die wichtigsten Eckpunkte für ein Miteinander von Umweltschutz und Industrie zu setzen.

"Es ist vor allem unser Ziel, Produkte in einem Kreislauf zu halten und den Lebenszyklus von Produkten zu verlängern. Da können wir mit Sicherheit viel beitragen", sagt Leitl im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Eine Umfrage unter den heimischen Industriebetrieben zeigt, dass die Reduktion von CO2, die Kosten der Dekarbonisierung und die Kreislaufwirtschaft zu wesentlichen Themen zählen. Vier von fünf Betrieben befürchten, dass die höheren Kosten der Dekarbonisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit mindern.

91 Prozent der Betriebe arbeiten an Optimierung des Energieeinsatzes, aber auch an Rohstoffbeschaffung und Design, das soll die Position der Betriebe stärken.

Wichtig für die Betriebe sei, dass die Ziele und Rahmenbedingungen klar seien, sagt Leitl. In diesem Zusammenhang müssten die Umweltverfahren für Betriebe schneller, digitaler und besser strukturiert werden. Ein Bescheid für alles sei genauso ein Ziel wie die Verkürzung von Verfahren. 62 Prozent der heimischen Industriebetriebe klagen über überschießende Dokumentationspflichten, jeder zweite Betrieb plädiert für kürzere Verfahren vor allem bei der Umweltverträglichkeitsprüfung.

"Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Aber es kann auch nicht sein, dass heimische Betriebe mit überbordender Bürokratie zum Abwandern gezwungen werden. Das hilft weder Umwelt noch der heimischen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt", sagt Leitl. (dm)

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