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Wirtschaftsraum OÖ

Honigwein und Bienenbrot: Wie ein Welser mit Süßem Erfolg haben will

Von Martin Roithner  22. April 2020 00:04 Uhr

Honigwein und Bienenbrot: Wie ein Welser mit Süßem Erfolg haben will
Der Imker bei der Arbeit

WELS. Florian Peterstorfer überzeugte Investoren bei Start-up-Fernsehsendung "2 Minuten 2 Millionen".

"Ich hätte mich schon gefreut, wenn ein Investor bei meinem Projekt einsteigt. Dass es alle fünf sind, ist ein Meilenstein", sagt Florian Peterstorfer. Der Welser präsentierte gestern Abend in der Puls-4-Sendung "2 Minuten 2 Millionen" sein Start-up "Die Imkerei". Mit Erfolg: Er sicherte sich 124.000 Euro für Investitionen:

Zwei Produkte des 39-jährigen Welsers stießen auf das Interesse der Jury: ein Honigwein, der nicht süß, sondern trocken schmeckt, sowie Bienenbrot in Kapselform. Dabei wird der Blütenpollen getrocknet, vermahlen und zu Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet. Der Honigwein ist ab Samstag bei Hofer erhältlich, die Kapseln werden via Mediashop angeboten.

Auf Bienen und Honig aufmerksam wurde Peterstorfer vor sieben Jahren. Er hörte vom Bienensterben in Oberösterreich, informierte sich in Büchern und mit Videos über die Tiere und begann, selbst Völker zu kaufen. 2016 nahm er sich von seinem Job als Vertriebsleiter eines Welser Technologieunternehmens ein Jahr Auszeit und machte die Ausbildung zum Imkerfacharbeiter. Zwei Jahre später gründete er seine "Imkerei". "Vertrieb ist mir schon immer gelegen, aber die wahre Kunst ist es, seine eigenen Produkte zu verkaufen."

Mittlerweile hat der Einmannunternehmer 130 Bienenvölker in und um Wels. Zudem betreut er Bienenhäuser für Hofer, Greiner, Resch & Frisch und die eww-Gruppe. "Ich bin gut beschäftigt, aber im Vergleich immer noch ein kleiner Fisch. Der größte Imker in Österreich hat 12.000 Völker", sagt Peterstorfer. Seine Produkte stellt er bei einem befreundeten Berufsimker in Sipbachzell her.

Plädoyer für heimischen Honig

Dass die Imkerszene in Österreich wächst, freut ihn. "Viele erkennen, wie wichtig die Bienen und das Lebensmittel Honig sind." Sauer stößt ihm auf, dass die Hälfte des Honigbedarfs in Österreich durch importierten Honig gedeckt wird. "Da sind alle heimischen Imker gefordert, das zu ändern."

Peterstorfer selbst will mit den Investitionen in sein noch junges Unternehmen "gesund" wachsen. Ab 1. Mai unterstützt ihn eine Mitarbeiterin beim Abfüllen und Etikettieren des Honigs.

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Martin Roithner

Redakteur Wirtschaft

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