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Wirtschaftsraum OÖ

ewe-FM-Küchen legt zu: Renaissance der "Speis"

Von Elisabeth Prechtl  23. Juni 2021 00:04 Uhr

ewe-FM-Küchen legt zu: Renaissance der "Speis"
96 Prozent der für die Küchen verwendeten Hölzer stammen aus Europa.

WELS. Die Nachfrage stieg im Jahresvergleich um 60 Prozent – Küchen werden demnächst wohl teurer werden.

Die vergangenen 15 Monate waren geprägt von Homeoffice, Ausgangsbeschränkungen und dem Lockdown der Gastronomie: Den Österreichern haben diese Entwicklungen Lust auf eine neue Küche gemacht. Von diesem Trend profitiert auch der Welser Küchenhersteller ewe-FM-Küchen. "Im Jahresvergleich verzeichnen wir ein Plus von 60 Prozent bei den Bestellungen", sagte ewe-Geschäftsführer Andreas Hirsch gestern bei einem Pressegespräch im ewe-Schauraum in Pasching. Im Vergleich mit 2019 sei ein Plus von 50 Prozent zu verzeichnen.

1200 Küchen der drei Marken ewe, FM und Intuo werden in den Werken in Wels und Freistadt im Monat produziert. Um der Nachfrage gerecht zu werden, werden die Kapazitäten ausgebaut. Derzeit stellen die Engpässe bei bestimmten Rohstoffen die Hersteller laut Hirsch aber vor große Herausforderungen: "Es spießt sich bei den Lieferketten." Die Knappheit beim Stahl wirke sich auf die Verfügbarkeit bei den Beschlägen aus. Noch schwieriger sei die Situation bei den für die Möbelindustrie so wichtigen Spanplatten.

Habe es früher eine Küchen-Lieferzeit von fünf bis sechs Wochen gegeben, seien es derzeit rund drei Monate, sagt Hirsch. Man beobachte intensiv den Markt: Mittelfristig könnte es Preissteigerungen von bis zu drei Prozent geben.

350 Mitarbeiter sind beschäftigt, der Umsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 60 Millionen Euro. Der Küchenmarkt sei mit 140.000 verkauften Küchen stabil, sagt Hirsch: Er beziffert den Marktanteil des zur schwedischen Nobia-Gruppe gehörenden Unternehmens mit rund zwölf Prozent.

Lösungen für Wirtschaftsräume

Jede Küche werde nach Maß produziert, sagt ewe-Produktverantwortlicher Robert Deixler. 96 Prozent des verwendeten Holzes stamme aus Europa.

Stark nachgefragt würde derzeit die klassische "Speis": Viele Häuser hätten keinen Keller, die Kunden planten eine Speisekammer ein, um Lebensmittel zu lagern. Ebenfalls präsentiert wurde das neue Konzept "store4more", mit dem das Sortiment erweitert wird: Damit werden Lösungen für den Hauswirtschaftsraum und die dort verstauten Utensilien (Waschmaschine, Trockner) geboten.

Artikel von

Elisabeth Prechtl

Redakteurin Wirtschaft

Elisabeth Prechtl
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