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Wirtschaftsraum OÖ

Energie-Landesrat schwört auf Energiesparen ein

Von Karin Haas  27. Juli 2022 00:04 Uhr

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(Symbolfoto)

LINZ. Wieso das Land Oberösterreich die Konsumenten bereits im heißen Sommer in die Pflicht nehmen will.

Auch mit ganz kleinen Maßnahmen sollen Oberösterreichs Konsumenten dazu beitragen, dass Gas gespart wird und die Speicher sich für den Winter schneller füllen. Das heißt etwa mehr LED statt alter Glühbirnen und den Stand-by-Schalter abdrehen, wenn man aus dem Haus geht oder schläft.

"Es ist nicht allen bewusst, dass Stromsparen auch Gassparen bedeutet", sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP), der auch für Energie zuständig ist. Denn ein Drittel des Gasverbrauchs fließt in die Erzeugung von Strom und Fernwärme.

Geht man bereits im Sommer geizig mit Energie um, könne mehr Gas für den Winter gespeichert werden. Wie überhaupt sich Stromsparen auszahle, denn die Gaskrise sei ja nach sechs Monaten nicht vorbei. "Putin benützt die Gaslieferungen als Druckmittel, um die EU zu spalten und die Preise in die Höhe zu treiben", so Achleitner.

Da nach nach dem ersten Hurra über nach der Wartung wieder fließendes russisches Gas die kalte Dusche der Drosselung gekommen war, hat Achleitner den Landes-Energielenkungsbeirat zusammengetrommelt und den Chef des Energieregulators E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, beigezogen. Beide bemühten sich, zwar zum Energiesparen aufrufen, aber keine unnötige Panik zu verbreiten.

Denn die Speicher von OMV und RAG sind nicht schlecht gefüllt. Derzeit lagern dort 48 Terawattstunden Gas, was gut der Hälfte des Gasverbrauchs Österreichs von 95 Terawattstunden pro Jahr entspricht. Eine Terawattstunde sieht "niedlich" aus, entspricht aber einer Milliarde Kilowattstunden Energie. Eine durchschnittliche Waschmaschine verbraucht 200 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Da Spargeräte bereits mit 135 Kilowattstunden auskommen, plädiert Achleitner auch für die Anschaffung energieeffizienter E-Geräte als weiteres Spar-Scherflein.

Um dem Biomasse-Hype gerecht zu werden, gab Achleitner gestern bekannt, die Landesförderung dafür auch 2023 fortzuführen. An gewerbliche Betriebe ging der Appell zu mehr Wärmedämmung und auch Nutzung von Abwärmepotenzial.

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Wo und wie man im Alltag Energie sparen kann

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Den Lebensmittelhandel mit seinen frostigen Temperaturen in manchen Supermärkten sieht Achleitner hingegen fast aus dem Schneider: Diese hätten ihre Hausaufgaben etwa mit Photovoltaik bereits gemacht.

E-Control-Chef Urbantschitsch betonte einmal mehr, dass es möglich sei, mit Einsparungen gut über den Winter zu kommen.

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Karin Haas

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Karin Haas

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