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Wirtschaftsraum OÖ

Energie AG im Halbjahr mit Gewinnrückgang

22. Juni 2019 00:04 Uhr

Energie AG im Halbjahr mit Gewinnrückgang
Schmelzwasser lässt die Kraftwerke auf Volllast laufen.

LINZ. Mehr Absatz bei Strom und Gas bei gleichzeitig gestiegenen Beschaffungskosten hat bei der Energie AG im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (per Ende März) den Umsatz um7,5 Prozent auf 982 Millionen Euro steigen lassen.

Das operative Ergebnis sank aber um 15,7 Prozent auf 107,3 Millionen Euro.

Generaldirektor Werner Steinecker sieht sein Unternehmen "weiterhin gut unterwegs", sagte er gestern bei der Präsentation der Halbjahresbilanz. Für das Gesamtjahr geht er von einem "guten bis sehr guten operativen Geschäft" aus. Dies auch deshalb, weil die Flüsse derzeit viel Wasser führen und er auf ein entsprechend gutes "Wasserkraft-Jahr" hofft. Ungewöhnlich sei, dass man durch den schneereichen Winter "bis in den August hinein" mit Schmelzwasser rechnen könne.

Strompreis bleibt vorerst stabil

Den Strompreis schätzt Steinecker vorerst als stabil. Wenn Deutschland wie geplant 2022 seine Atomkraftwerke abschalte, werde der Preis wohl steigen, erwartet der Energie-AG-Chef. Dass der Atom- und der mittelfristig geplante Kohleausstieg der Deutschen allein mit Wind- und Photovoltaik aufgefangen werden könne, bezweifelt er.

Deutschland werde wohl wieder verstärkt auf Gas zurückgreifen bzw. Gas und Strom aus Russland importieren müssen, um die Versorgung sicherstellen zu können.

Beim Glasfaserausbau habe die Energie AG bisher Siedlungsgebiete in 166 Gemeinden erschlossen und 20.000 Haushalte erreicht. Rund 5000 davon hätten tatsächlich Glasfaseranschlüsse vornehmen lassen. Anders als erwartet "werden wir nicht überall mit offenen Armen empfangen", so Steinecker. Es gebe viele potenzielle Kunden, die mit der geringeren Bandbreite ihres Internet-Anschlusses zufrieden seien.

Die Investitionen hat die Energie AG im Halbjahr deutlich um 15,8 Prozent auf 74,6 Millionen Euro erhöht. Fast die Hälfte davon entfiel auf das Segment Netz. Dabei würden nicht nur Hochspannungsleitungen errichtet. Viel Geld fließe auch in das Mittel- und Niederspannungsnetz. Denn immer mehr Haushalte würden selbst Strom produzieren, der abgeleitet werden müsse. 19.300 Kunden im Versorgungsgebiet hätten bereits eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 223 Megawatt. Der Umsatz im Segment Wasser stieg im Halbjahr um 5,1 Prozent auf 71,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 32,6 Prozent auf 6,1 Millionen Euro. (hn)

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