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Wirtschaftsraum OÖ

Das größte Lagerhaus im Land wird noch größer

Von Roman Kloibhofer  01. Juli 2020 00:04 Uhr

Eine weitere Fusion bei den Lagerhäusern
Schon vor sechs Jahren wollten die Urfahraner eine Fusion.

GEINBERG, OTTENSHEIM. Zustimmung aller Gremien: Die Genossenschaft Urfahr und Umgebung schließt sich Innviertler-Traunviertler Lagerhaus an.

Die Fusionierung der Lagerhausgenossenschaft Urfahr mit dem Innviertler-Traunviertler Lagerhaus ist perfekt. Die zuständigen Gremien der beiden Genossenschaften haben dem Zusammenschluss mit großer Mehrheit zugestimmt. Dadurch entsteht ein Unternehmen mit 290 Millionen Euro Umsatz und 900 Mitarbeitern. Sitz der Zentrale ist in Geinberg.

Das Lagerhaus Urfahr und Umgebung mit Zentrale in Ottensheim umfasst acht Filialen, zählt knapp 90 Mitarbeiter und weist einen Umsatz von mehr als 32 Millionen Euro aus. Mit einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote sei es „wirtschaftlich gut aufgestellt“, heißt es seitens der Lagerhaus-Führung. Die Partnerschaft mit der größten Raiffeisen-Lagerhausgenossenschaft Oberösterreichs sichere für die mehr als 1300 Mitinhaber die Eigenständigkeit im Lagerhausverbund auch künftig ab.

„Die Verschmelzung wird es ermöglichen, Synergien zu nutzen, vor allem bei Einkauf, Logistik und Sachaufwand. Sie wird auch dazu beitragen, weitere Ergebniszuwächse zu erzielen“, sagen die Obmänner Ludwig Hubauer (Innviertel-Traunviertel) und Martin Schurm (Urfahr).

Die neue Lagerhausgenossenschaft Innviertel-Traunviertel-Urfahr soll mit 7700 Mitinhabern, rund 900 Mitarbeitern und mehr als 60 Betriebsstätten einen Umsatz von 290 Millionen Euro erwirtschaften.

Für den Wettbewerb gerüstet

Die operative Leitung des Unternehmens liegt in der Hand von Stefan Schamberger (Geinberg) als erstem Geschäftsführer, Josef Kainrad (Traunviertel) als zweitem Geschäftsführer und Andreas Figerl (Urfahr) als Geschäftsführer-Stellvertreter.

Schon die Fusionierung Innviertel-Traunviertel vor zwei Jahren habe sich als positiv und sehr effizient erwiesen, sagt Direktor Stefan Schamberger. Vor allem, um Herausforderungen wie Strukturwandel, Digitalisierung und Marktschwankungen zu meistern. „Die Verschmelzung zu Innviertel-Traunviertel-Urfahr ist ein weiterer Schritt, um für die Zukunft gerüstet und wettbewerbsfähig zu sein“, erklärt Obmann Ludwig Hubauer.

Das Einzugsgebiet mit rund 188.000 Haushalten gliedert sich in drei Sprengel, die jeweiligen Obmänner Ludwig Hubauer (Innviertel), Georg Garstenauer (Traunviertel) und Martin Schurm (Urfahr und Umgebung) sind mit insgesamt 70 Delegierten Ansprechpartner für die jeweiligen Mitinhaber.

„Unser Ziel dieses Schrittes ist es nach wie vor, dass alles zu hundert Prozent in bäuerlicher Hand bleibt“, sagt Stefan Schamberger. „Rund 80 Prozent der gemeldeten bäuerlichen Betriebe in den drei Regionen sind unsere Mitglieder. Da hat man schon Bedeutung“, sagt der oberste Geschäftsführer der erweiterten Lagerhausgenossenschaft.

Irritationen gab es im Zusammenhang mit der aktuellen Fusionierung bei der Lagerhausgenossenschaft Freistadt, die ebenfalls einen Zusammenschluss mit der Genossenschaft Urfahr angestrebt hatte.

 

Stand 31.12.2018 – Quelle: Raiffeisenverband Mio. Umsatz Mitarbeiter
1. Innviertel-Traunviertel* 229,2  547
2. Urfahr und Umgebung 32,6  77 
3. Eferding - OÖ. Mitte 190,3  462 
4. Freistadt  33,0  100 
5. Gmunden-Laakirchen 32,0  80 
6. Grein und Umgebung 18,1  49 
7. Mondsee  9,4  28 
8. Pregarten-Gallneukirchen 60,5  218 
9. Rohrbach  68,2  183
10. Schärding am Inn 67,5  81
11. Vöcklabruck  48,3  147

Artikel von

Roman Kloibhofer

Lokalredakteur Innviertel

Roman Kloibhofer
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