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Bergkräutergenossenschaft baut zweiten Standort

Von Ulrike Rubasch   13.September 2021

Bergkräutergenossenschaft baut zweiten Standort
Einer der 105 Kräuterbauern

Auf 8000 Quadratmetern werden im Betriebsbaugebiet Bad Leonfelden in rund einem Jahr Lavendel, Minze oder Thymian verarbeitet, weil die Bergkräutergenossenschaft Hirschbach am Stammsitz aus allen Nähten platzt. Die Kräuter wachsen auf 260 Hektar von 105 Mitgliedsbetrieben. Heute, Montag, ist Spatenstich für die 7,5-Millionen-Euro-Investition in Bad Leonfelden, die fünf zusätzliche Jobs schafft.

Am neuen Standort werden künftig 15 Mitarbeiter beschäftigt, in Hirschbach bleiben 50 der 60 (Teilzeit-)Beschäftigten.

Der Zulauf zur Genossenschaft ist enorm. "Wir bekommen viele Anfragen neuer Produzenten, weil in der klassischen Landwirtschaft kein Geld zu verdienen ist", sagt Geschäftsführer Karl Dirnberger. Er rechnet mit einer Erweiterung der Bio-Bergkräutergenossenschaft in fünf Jahren um bis zu 25 neue Mitglieder und 60 Hektar Land.

Die Preise für die Kräuter "stimmen" derzeit, so Dirnberger. Die Top-Produkte sind der Bergkräutertee, bei den Gewürzen das Kräutersalz und die Gemüsesuppe, die unter der eigenen Marke verkauft werden. Die Supermärkte lassen in Hirschbach aber auch Eigenmarken von Kräuterprodukten herstellen. In einem Jahr werden 300 Tonnen Kräuter (Trockengewicht) verkauft, das wären 20 Millionen Teebeutel. Die Felder der Kräuterbauern liegen überwiegend im Mühlviertel, ein paar Kräuter wie Salbei und Majoran kommen mit dem Klima in Niederösterreich und der Steiermark besser zurecht.

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