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Wirtschaftsraum OÖ

Bauteile von Peak Technology ermöglichen Flugbahnsteuerung der VEGA-Rakete

16. November 2020 13:22 Uhr

VEGA-Rakete startet mit Hitzeschutzschildern von Peak Technology ins Weltall

HOLZHAUSEN. Wenn in der Nacht auf Dienstag vom Raumfahrtzentrum Französisch-Guayana die nächste VEGA Trägerrakete ins Weltall aufbricht, wird Peak Technology aus Holzhausen bei Wels quasi mit an Bord sein.

Das Unternehmen Peak Technology mit Sitz in Holzhausen bei Wels gilt als Hidden Champion in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Die junge oberösterreichische Firma konnte bereits in der Vergangenheit mit Leichtbauteilen und Hochdrucktanks sowohl in der Formel 1 als auch in der Raumfahrt neue Maßstäbe setzen.

Wenn nun in der Nacht auf Dienstag, exakt um 02:52 Uhr, vom Raumfahrtzentrum Französisch-Guayana die nächste VEGA Trägerrakete ins Weltall aufbricht, wird Peak Technology laut eigenen Angaben das einzige österreichische Unternehmen sein, das bei der Entwicklung und Lieferung von Bauteilen für die VEGA-Serie mitgewirkt und diesen Erfolg gemeinsam mit europäischen Partnern ermöglicht hat.

„Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit und den damit verbundenen tausenden Arbeitsstunden, werden unsere Hitzeschutzschilder endlich ihren Erstflug haben“, sagt Dieter Grebner, Geschäftsführer von Peak Technology über diesen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Die Schutzschilder, die in der Fachsprache „Aerothermal Cover“, kurz ATC, genannt werden, schirmen das „Roll and Attitude Control System“, kurz RACS, vor Hitze ab. Diese sind für die Neigungs- und Rotationslenkung und somit für die gewünschte Flugbahnlenkung in den Orbit verantwortlich. Das ATC ist dabei vollständig aus Titan gefertigt und wird komplett in Holzhausen und in modernster CNC-Technologie hergestellt.

Die Bedeutung von innovativen Zukunftstechnologien, wie sie in der Raumfahrt Verwirklichung finden, werde weiter ansteigen, ist sich Grebner sicher: „Österreich beginnt langsam zu erkennen, dass in der Raumfahrt und den damit verbundenen Technologien die Möglichkeit zur Positionierung als europäischer Wissens- und Innovations-Hub steckt. Andere Länder und vor allem außereuropäische Investoren stecken bereits seit vielen Jahren hohe Summen in die Entwicklung und den Erwerb von Technologien und Know-How, insbesondere in der Luft- und Raumfahrt.“

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