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Wirtschaftsraum OÖ

Ausbau in Hagenberg soll zum Turbo für Dynatrace werden

31. März 2021 00:04 Uhr

Stefan Gusenbauer, Dynatrace
Stefan Gusenbauer

LINZ/HAGENBERG. Software-Konzern mit Linzer Wurzeln peilt Umsatzmilliarde an.

"Wir sind nicht nur gekommen, um zu bleiben, sondern auch, um zu wachsen." So beschreibt Stefan Gusenbauer die Strategie von Dynatrace in Hagenberg. Im Mühlviertel hat das Software-Unternehmen mit Linzer Wurzeln seine Bürofläche im vergangenen Dreivierteljahr auf 1900 Quadratmeter verdoppelt. Nun ist der Zwei-Millionen-Euro-Ausbau fertig. Business Campus One und Business Campus Two sind per Fertigteilbrücke verbunden. Demnächst werden Softwareentwickler und Datenspezialisten die Arbeitsplätze beziehen.

Anfang 2019 eröffnet, zählt der Standort 50 Mitarbeiter. Deren Zahl soll bis 2023 auf 120 steigen, dann werde wieder ein Ausbau fällig, sagt Gusenbauer, der die Leitung in Hagenberg verantwortet. "Die Kombination aus Softwarepark, Fachhochschule und Forschungseinrichtungen ergibt ein starkes Wachstumspotenzial."

Ebendieses sieht das Unternehmen nicht nur im Mühlviertel, sondern auch an den anderen heimischen Standorten. In Linz, Wien, Graz, Klagenfurt und Hagenberg sind mehr als 650 Mitarbeiter der Gruppe tätig, die 2800 Beschäftigte zählt. Dynatrace wurde 2005 von Bernd Greifeneder in Linz gegründet. Die Zentrale ist nun in Waltham bei Boston, das Herz der Forschung und Entwicklung befindet sich in Österreich.

Als krisensicher hat sich das Geschäftsmodell des Unternehmens erwiesen: Dynatrace hilft anderen Konzernen, ihre eigenen Systeme mit künstlicher Intelligenz fehlerfrei und effizienter zu machen. Dazu zählen beispielsweise Banken, Versicherungen und Handelsunternehmen, aber auch andere IT-Konzerne wie Apple oder Amazon. Die Coronakrise habe den Wunsch nach reibungslosen und sicheren digitalen Prozessen erhöht, sagt Gusenbauer im OÖN-Gespräch.

Da Cyberangriffe immer häufiger und ausgeklügelter seien, erhöhe sich die Anforderung an die Algorithmen der Dynatrace-Software. Sicherheitslücken wie zuletzt bei Microsoft will man dadurch künftig rascher erkennen.

150 neue Mitarbeiter pro Jahr

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Dynatrace einen Umsatz von 545,8 Millionen Dollar (rund 465 Millionen Euro). 2008 waren es noch vier Millionen Dollar, in den nächsten Jahren soll die Milliardenmarke geknackt werden. "Wir haben uns von einem Start-up zu einem der am schnellsten wachsenden Cloud-Software-Unternehmen entwickelt", sagt Gusenbauer. Seit 2019 notiert Dynatrace an der New Yorker Börse.

Trotz des Fachkräftemangels in der IT-Branche will Dynatrace pro Jahr 150 Mitarbeiter einstellen. Frische Kräfte erhofft sich das Unternehmen durch Firmenkooperationen und die Nähe zu Unis und Fachhochschulen. (rom)

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