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Straße für Start-ups in Linz: "Einzigartig in Europa"

14.November 2018

Straße für Start-ups in Linz: "Einzigartig in Europa"
Die Straße verfügt über 56 Büroeinheiten, von denen bereits 85 Prozent vergeben sind.

Die Hollywood-Schaukeln stehen, die Besprechungsräume sind fertig, und an einigen Bürowänden prangen schon die Logos der Firmen. Nun folgt der letzte Feinschliff. Im zweiten Stock des ersten Baus der Linzer Tabakfabrik entstand in einem Jahr Bauzeit eine 230 Meter lange Straße für Unternehmer – die "Strada del Start-up".

An Superlativen mangelte es den Verantwortlichen bei einem gestrigen Presserundgang nicht. "Die Straße ist einzigartig in Europa", sagte Chris Müller, Direktor der Tabakfabrik. Und Klaus Luger, Linzer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik, ergänzte: "Die Strada ist ein Beleg für den neuen Spirit. Linz soll die innovativste Stadt Österreichs werden." Eine Million Euro wurde investiert, kommenden Dienstag soll die Straße offiziell eröffnet werden.

Ziel sei es, Platz und Infrastruktur sowohl für Neugründer als auch für etablierte Unternehmen, die Kontakt zu Gründern suchen, zu bieten. Die Straße verfügt über 56 Büroeinheiten ("Pixels"), von denen bereits 85 Prozent vergeben seien. 18 Firmen haben ihre Plätze vor der Eröffnung bezogen, darunter etwa FACC, Fill Maschinenbau, Vivatis oder Strabag. Hinzu kommen Start-ups wie Vresh (Modelabel), Solid.Art (Wiederverwertung von Möbeln) oder Blockpit (Portfolio-Management für Kryptowährungen).

Start-ups können die Büroeinheiten für einen monatlichen Fixtarif mieten – die Preise reichen von 100 bis 600 Euro. Für etablierte Unternehmen gilt ein Tarif von 2400 Euro Miete pro Monat. Insgesamt sei Platz für 300 Beschäftigte, sagte Müller.

Produkte am Ende der Straße

Die Strada del Start-up verläuft zwischen dem Business-Angel-Netzwerk startup300 und einem Produktionsbereich für Prototypen, der "Grand Garage". Diese kostet rund 4,3 Millionen Euro, wird privat finanziert und soll im Februar kommenden Jahres eröffnen. Gründer sollen dort aus ihren Ideen Prototypen für Produkte fertigen, von der Metallverarbeitung bis zum 3-D-Druck. Künftig seien auch Produktmessen und Ausstellungen in der Tabakfabrik geplant, kündigt Müller an.

Die Straße ist Teil des Um- und Ausbaus der früheren Tschickbude. Bis 2023 fließen 185 Millionen Euro. Entstehen soll ein eigenes Stadtviertel mit Arbeitsplätzen, Wohnungen, Geschäften und Restaurants.

Bei der Tabakfabrik gebe es zwischen Land und Stadt eine enge Bande, bekräftigte Luger. Die Stadt Linz als Eigentümer der ehemaligen Tschickbude arbeitet neben dem Land auch mit dem Start-up-Campus factory300, der Info- und Service-Plattform Creative Region sowie dem Start-up-Inkubator tech2b zusammen. (rom)

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