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Wirtschaftsraum OÖ

Pizzamann verkauft überraschend Schnitzelhaus

Von Josef Lehner   30. September 2014

Familie Platzl verkauft überraschend die Restaurant-Kette Schnitzelhaus
Richtiger Zeitpunkt: Alexander und Oliver Platzl im Schnitzelhaus

TRAUN. Familie Platzl gibt neun Jahre nach dem Kauf die Restaurantkette Schnitzelhaus ab, weil sie die Kapazitäten auf ein neues Geschäftsfeld konzentrieren wollen.

Die nach McDonald’s zweitgrößte österreichische Kette für Systemgastronomie wechselt den Besitzer. Das Schnitzelhaus der Pizzamann-Familie Platzl wird mit 1. Oktober von einer Investorengruppe rund um den ehemaligen McDonald’s-Manager Christian Wimmer (52) betrieben.

Auf den Tag genau vor neun Jahren haben Alexander (heute 41) und Oliver Platzl (43) nach dem großen Erfolg ihrer Pizzamann-Kette das Wiener Unternehmen mit rund zwölf Millionen Euro Umsatz gekauft. Die 35 Standorte waren überwiegend in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Es kamen auch Ableger in Oberösterreich dazu. 2010 sagte Alexander Platzl den OÖNachrichten noch, dass auf 100 Standorte expandiert werde.

Burgers bindet Kapazitäten

"Wir hatten schon beim Kauf geplant, Schnitzelhaus nach einer Modernisierung, einem Markenrelaunch und einer Wertsteigerung wieder zu veräußern", sagen Alexander und Oliver Platzl jetzt. In der Zwischenzeit sei das Konzept "Burgers – The American Way" entwickelt worden, das sehr erfolgreich sei und viel Zukunftspotenzial habe: "Wir haben daher entschieden, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich vom Schnitzelhaus zu trennen, um die vollen Kapazitäten in Burgers zu investieren." Burger lägen im Trend, das Schnitzel werde aber weiterhin ein Topprodukt der heimischen Gastronomie sein.

Die frei werdenden Kapazitäten würden dringend für die Expansion von Burgers gebraucht, so die Platzls: "Es werden noch viele weitere Arbeitsplätze bei Burgers geschaffen." Es gibt derzeit vier Standorte, zwei in Linz und je einen in Leonding und Pasching.

Christian Wimmer will das österreichische Traditionsprodukt Schnitzel auch international vermarkten. Der Eigentümerwechsel erfolgte Zug um Zug im September. Wimmer übernahm mit seiner Gesellschaft in Maria Enzersdorf (NÖ) die Schnitzelhaus-Aktivitäten, welche die Familie Platzl über ihre P & P Beteiligungs GmbH gehalten hatte.

Das Jahr 2005 war jenes der großen Platzl-Expansion. Die Familie kaufte neben dem Schnitzelhaus auch die Fleischhauerei Alois Nothhaft, aus einem Konkurs. Sie hat derzeit rund 40 Mitarbeiter.

Miteigentümer in der Platzl-Gruppe sind neben den Geschäftsführern Alexander und Oliver weiterhin die Eltern, Adolf und Karin, sowie Schwester Astrid Schmid. Manager im Schnitzelhaus war Christoph Huebmer (37) aus Leonding.

 

Die Platzl Gruppe

Pizzamann Adolf Platzl (74) hat mit viel Pioniergeist die Gastronomiegruppe aufgebaut. Der Kern besteht aus 27 Pizzamann-Standorten, die selbst oder von Franchise-Partnern geführt werden.

Die Gruppe besteht aus mehreren Unternehmen, die Systemgastronomie entwickelt und die Standorte beliefert.

Der Umsatz wird nun mit 25 Millionen Euro angegeben (ohne Burgers). Mitarbeiter: ca. 300, inklusive der Franchise-Partner.

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