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Wirtschaftsraum OÖ

Konflikt unter Gesellschaftern: Linzer Zahnallianz meldet Insolvenz an

Von Sigrid Brandstätter   15. Juli 2016 00:04 Uhr

Konflikt unter Gesellschaftern: Linzer Zahnallianz meldet Insolvenz an
Reparaturbedarf

Gemeinschaftspraxis von Zahnärzten will weitermachen.

Der Geschäftsidee der Zahnallianz in Linz ist – vorübergehend – die Luft ausgegangen. 2014 startete die Zahntechnikerin Petra Ratzenböck mit Geld des bet-at-home-Mitgründers Franz Ömer und des Almi-Gewürze-Miteigentümers Alexander Mittermayr das Projekt: Das Unternehmen vermietet die Ordinationsinfrastruktur an Zahnärzte und kümmert sich um Terminkoordination und die restliche Verwaltung. Die drei sind zu je einem Drittel beteiligt.

Nach höheren Anfangsverlusten als geplant kam das Geschäftsmodell ins Laufen. Derzeit sind drei Vollzeit- und zwei Teilzeitzahnärzte in den Räumlichkeiten an der Linzer Landstraße eingemietet. Allerdings ist die Allianz damit nicht ausgelastet, die Verhandlungen mit einem weiteren Zahnarzt würden gut verlaufen, sind aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Weil die Finanzierung zu kurzfristig angelegt war, stand die Gesellschaft vor einer Umschuldung. Doch jetzt ist der Gesellschaft das Geld ausgegangen, weil dem Vernehmen nach Gesellschafter Ömer die Geduld verloren und die Zustimmung verweigert hat, weitere Investoren an Bord zu nehmen.

Heute, Freitag, wird das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Angestrebt ist eine Fortführung, sagt Sanierungsberater Thomas Kabler. Die Fortführungsrechnung sei positiv.

Geplant ist, rasch eine Auffanggesellschaft zu gründen, damit der Betrieb nahtlos weitergeführt werden kann. "Die Terminkalender der Ärzte sind voll", so Kabler. Die Gesellschaft ist mit 1,66 Millionen Euro überschuldet. Angeboten wird, 20 Prozent der Forderungen zu begleichen. Bei einer Schließung gäbe es keine sechs Prozent.

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