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Wirtschaftsraum OÖ

Gramastettner entwickelte Gastro-Software

Von Barbara Eidenberger   20. September 2014 08:48 Uhr

Martin und Michael Roither

GRAMASTETTEN. Teil 8 der Serie "Jung und innovativ": Das klassische Reservierungsbuch in der Gastronomie hat ausgedient. Mit einer eigenen Tischreservierungssoftware ist der familär ein klein wenig vorbelastete Martin Roither erfolgreich.

Roither ist der älteste Sohn einer bekannten Mühlviertler Wirtsfamilie. Sein Berufsweg führte aber in eine ganz andere Richtung: Er studierte Nachrichtentechnik und war danach mit seiner Firma Roitech EDV-Lösung als Systembetreuer selbstständigt. Zu Roithers Kunden zählten auch viele oberöstereichischen Gastronomiebetriebe, die alle über die gleichen Probleme klagten: "Die schlechte Koordination der Reservierungen im handgeschriebenen Reservierungsbuch." Da es auf den Softwaremarkt noch keine Lösung für diese Problem gab, machte sich Roither daran, die Tischreservierungssoftware selbst zu erstellen.

Das Ergebnis ist die Tablex Gastro Software, mit den sechs Hauptfunktionen Tischreservierung, Zimmerverwaltung, Gästedaten, Onlinereservierung, Marketing, Multigastronomiefähigkeit. "Wichtigstes Element ist aber nach wie vor die Tischreservierung", so Roither: "Sie schafft Ordnung, Übersicht und spart so Zeit und Nerven der Wirte."

Tablex

Die durch die Software gesammelten Daten ermöglichen den Gastwirten auch ein umfangreiches Stammkunden-Management. So finden sich neben den Reservierungsdetails, auch Geburtstagsdaten, Menüvorlieben und vieles mehr. "So kann dem Kunden zum Geburtstag gratuliert oder der Weinliebhaber über die akutelle Weinkarte informiert werden", sagt Roither.

Mit der Software reagiert die Gastronomie auf ein sich wandelndes Reservierungsverhalten der Gäste. "Die Zahl der telefonischen Voranmeldungen geht zurück, online zu reservieren wird immer mehr zum Standard", ist der Gramastettner überzeugt. Die Gäste können so reservieren wann sie wollen und der Wirt kann die Reservierung dann bearbeiten, wenn Zeit dafür ist: "Und muss nicht einen Anruf mitten im Sonntagsmittagsgeschäft entgegennehmen."

Die Herausforderung, etwas Neues auf dem Markt zu positionieren, macht für den Roither den Reiz an der Selbständigkeit und der Produktentwicklung aus: "Und natürlich die Idee, analoge Abläufe zu digitalisieren."

Mit dem Ergebnis ist nicht nur der Gramastettner selbst zufrieden. "In jedem Bundesland haben wir bereits Wirte, die mit unserem Produkt arbeiten", ist Roither stolz. Der Markt sei allerdings alles andere als einfach: "Derzeit kriselt es enorm. Da ist es natürlich schwieriger, die Kunden von etwas Neuem zu überzeugen." Unzufrieden sei man aber ganz und gar nicht, mitterlweile nutzen bereits 50 Kunden die Software, der Großteil davon in Oberösterreich. Neben zwei Geschäftsführern hat die Firma einen Vertriebsmitarbeiter, einen Techniker und eine Assistentin.

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