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Gammelfleisch aus Brasilien: "Wir hängen in der Luft"

Von Ulrike Rubasch, 23. März 2017, 00:04 Uhr
Gammelfleisch aus Brasilien: "Wir hängen in der Luft"
Der beste Schutz vor Gammelfleisch: Ware aus Österreich. Bild: Colourbox

WIEN / BRÜSSEL / TRAUN. Faktencheck: Noch kann nicht gesagt werden, ob verdorbenes Fleisch nach Österreich gelangte – Warten auf EU-Kommission.

Brasilien ist der größte Rindfleisch-Exporteur der Welt. Seit Ende vergangener Woche ist bekannt, dass verdorbenes Fleisch mit Chemikalien behandelt oder mit frischem Fleisch vermischt und verkauft wurde. Ob das Gammelfleisch auch nach Österreich gelangt ist, kann immer noch nicht sicher gesagt werden. Jährlich kauft Österreich, vor allem die Gastronomie, Rindfleisch aus Brasilien im Wert von zwölf Millionen Euro ein. Brasilien ist für uns immerhin das viertwichtigste Importland für Rindfleisch.

Noch ermitteln die Beamten der EU-Kommission. "Wir brauchen konkrete Adressen, wohin geliefert wurde, dann können wir auch nachschauen", sagt der Leiter Verbrauchergesundheit und Veterinärwesen im Gesundheitsministerium, Ulrich Herzog, zu den OÖNachrichten. "Wir hängen da faktisch in der Luft", gibt er zu. Inzwischen pflegt man die Sprachregelung, dass man "keine Hinweise auf Gammelfleisch in Österreich" habe. Am Freitag soll in Brüssel die nächste Sitzung zu dieser Frage stattfinden. Herzog geht davon aus, "in den nächsten Tagen Hinweise zu bekommen, wohin die Ware ging". Schon seit Montag werden brasilianische Fleischimporte an den Flughäfen Wien und Linz extra kontrolliert, so Herzog. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat bereits einen Importstopp von Fleisch aus Brasilien zum Schutz der Konsumenten gefordert. Das kann aber nur die EU veranlassen, weil es sich um einen Drittstaat handelt – nicht Österreich im Alleingang.

Der Trauner Lebensmittelgroßhändler Transgourmet (früher Pfeiffer) hat vergangenes Jahr 93 Tonnen Rindfleisch aus Brasilien verkauft. Das sind 1,3 Prozent des Gesamtfleisch-Volumens. Weil vor allem verarbeitetes Fleisch wie Faschiertes oder Pizza-Beläge vom Gammel-Skandal betroffen sein dürfte, aber Transgourmet überwiegend Edel-Teile wie Steaks aus Brasilien bezieht, rechnet Geschäftsführer Thomas Panholzer mit keinen großen Auswirkungen auf seinen Betrieb und auch nicht auf Österreich. Außerdem habe sein Unternehmen einen exklusiven Importeur (GVFI), der die Schlachthöfe in den Herkunftsländern überwache. Darüber hinaus werden beim Import die Produkte von Veterinärmedizinern der EU kontrolliert und bei jeder Fleischanlieferung bei Transgourmet die Dokumente abgeglichen.

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18  Kommentare
18  Kommentare
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Harbachoed-Kater (4.921 Kommentare)
am 23.03.2017 18:13

„ Noch kann nicht gesagt werden, ob verdorbenes Fleisch nach Österreich gelangte“ --- LOL

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penunce (9.674 Kommentare)
am 23.03.2017 15:41

Mal abwarten was TTIP und CETA bringt, oder geht vielleicht die EU vorher flöten? grinsen

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Camaro (1.178 Kommentare)
am 23.03.2017 11:38

Was soll die Aufregung? Bei einem Kilopreis von €30 - €50 kauft es sicher nicht Max Mustermann sondern nur ein paar Neureiche oder sonstige Stopfte
und wen die den Scheiß fressen haben sie noch meine Schadensfreude.

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Gugelbua (32.308 Kommentare)
am 23.03.2017 11:50

und die Kontrollen beim brasilianischen Rind für TBC BSE werden nach " Hoffnung und Glauben" gemacht grinsen

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Harbachoed-Kater (4.921 Kommentare)
am 23.03.2017 20:36

då, bua, musas i dia wieder einen Punkt geben

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Gugelbua (32.308 Kommentare)
am 23.03.2017 11:06

in der Werbung wird gesagt, unser österreichisches Fleisch läßt sich von der Geburt Aufzucht und Stallhaltung bis hin zur Schlachtung nachverfolgen und kontrollieren, was ist aber wenn ausländisches Fleisch "adoptiert" wird? ist es dann auch Österreichisches Fleisch ?

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reibungslos (14.832 Kommentare)
am 23.03.2017 12:12

Bevor ich wieder Fleisch kaufe, werde ich in Brüssel bei der EU-Kommission nachfragen.

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penunce (9.674 Kommentare)
am 23.03.2017 10:56

Der Chef der brasilianischen Bundespolizei, Mauricio Moscardi, gab bekannt, dass die verantwortungslosen Produzenten von Säuren und anderen – darunter auch krebserregenden – Chemikalien Gebrauch gemacht hatten, um verdorbenen Erzeugnissen neues Leben einzuhauchen. Die "aufgefrischte" Ware war sogar an öffentliche Schulen im Süden des Landes geliefert worden. Die Täter sollen dabei einen Teil des Erlöses als Bestechungsgeld an politische Parteien gezahlt haben. Auf der Liste stehe dabei auch der Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB) des amtierenden Staatschefs Michel Temer, so die Polizei.

zu lesen in:

https://deutsch.rt.com/amerika/48043-gammelfleischskandal-in-brasilien-erschuttert-globalen-markt/

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ichauchnoch (9.802 Kommentare)
am 23.03.2017 09:54

Also wo bitte ist da jetzt endlich einmal ein richtiger Aufschrei unserer zuständigen Minister??? Dieses Blabla ist ja nicht zum Aushalten.
Wozu brauchen wir überhaupt Fleisch aus Brasilien?? Unsere Bauern könnten sicher liefern, wenn man sie denn liesse. Aber nein, je mehr km so ein Stück Fleisch am Buckel hat, umso besser, oder wie??

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reibungslos (14.832 Kommentare)
am 23.03.2017 12:14

Brauchen tun wir es nicht, aber man kann damit höhere Gewinnspannen erzielen.

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ob-servierer (4.577 Kommentare)
am 23.03.2017 09:22

"Noch kann nicht gesagt werden, ob verdorbenes Fleisch nach Österreich gelangte – Warten auf EU-Kommission"

Warten auf EU-Kommission - wenn ich das schon höre !!

Dort wird jetzt sicher abgewogen, wem dieser Skandal nützt oder eher schadet und dementsprechend wird dann die Antwort ausfallen, die mit den Fakten meistens sehr alternativ zu tun haben.

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lancer (3.688 Kommentare)
am 23.03.2017 07:28

wenn eine Firma "Transgourmet" heißt sollte man vorsichtig sein grinsen

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( Kommentare)
am 23.03.2017 06:20

Ich bin jetzt doch etwas perplex zu lesen, dass auch Faschiertes aus Brasilien importiert wird. Hierzulande ist das lt. Aufdruck "ehest", also binnen 24h, zu verarbeiten/verbrauchen.
Und die Importware braucht wie lange hierher??? Pfui!!!

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Camaro (1.178 Kommentare)
am 23.03.2017 11:41

Bei Faschiertem lohnt es sich nicht, da sind die Transportkosten zu hoch

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 23.03.2017 18:30

Prinzipiell gebe ich dir recht, aber tiefgefroren überdauert es uns.
Sollte das Zeugs nicht importiert worden sein, haben wir wirklich kein Problem.

Bei Steaks habe ich weiter volles Vertrauen.
Allerdings: "Bei einem Kilopreis von €30 - €50" habe ich die Steaks bisher maßlos überbezahlt... grinsen

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Puccini (9.519 Kommentare)
am 23.03.2017 00:31

Die Brasilianer haben das nicht not, ich versteh sie nicht.
Sie haben die größten Rinderherden der Welt und jedes "Steakhouse" in Europa kauft in Brasilien oder Argentinien. Die können einfach ins volle greifen.

Ein gutes Steak muss von dort kommen, denn der österreichische Teil von Lungenbraten reist über den Brenner, nach Süden.
Moped, wie hast du das gemacht?

Vielleicht stimmt aber einfach wirklich wie beim Glykolwein:
Der Mensch ist a SAU.

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reibungslos (14.832 Kommentare)
am 23.03.2017 12:19

Auch in Brasilien ist nur eine kleiner Teil des Fleisches von der höchsten Qualität. Das wird exportiert. Die Einheimischen bekommen die "qualitätsverbesserte" Ware. Nachdem es scheinbar kaum jemand merkt, ist die Versuchung groß, diese Ware auch zu exportieren, nachdem bei uns ein überdurchschnittlicher Preis gezahlt wird, wenn nur Brasilien als Ursprung angegeben ist.

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funfunfun (1.921 Kommentare)
am 23.03.2017 00:19

Mahlzeit - super Erfolg und Nachhaltigkeit . Genussland Österreich und hochgeflrderte Massenproduktion kauft Fleisch!!! inBrasilien - ich bin ja so froh, dass wir diese geldgierigen Unternehmer haben - aber ist ja alles zu unserem Wohle!!

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