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Wirtschaftsraum OÖ

"Der erste Mitarbeiter war echt ein großer Schritt"

11. Mai 2016 00:04 Uhr

"Der erste Mitarbeiter war echt ein großer Schritt"
Verena Mitterlehners Spezialität bei der App-Entwicklung: Barrierefreiheit.

HAGENBERG. Verena Mitterlehner aus Rechberg wurde mit APPtimal Software "Unternehmerin des Monats".

Von der Einzelunternehmerin zur Kleinunternehmerin mit drei Mitarbeitern: Diesen Weg ist Verena Mitterlehner seit Juli 2014 erfolgreich gegangen. "Es brauchte schon sehr viel Überlegung, den ersten Mitarbeiter bei meiner Firma APPtimal Softwarelösungen einzustellen. Es war ein großer Schritt für mich." Sie habe dringend Unterstützung gebraucht, "ich habe gar nicht anders können", erinnert sich die heute 29-Jährige an viele durchgearbeiteten Nächte als Einzelkämpferin.

In der männerdominierten IT-Branche hat sich die Software-Entwicklerin, die in Rechberg lebt, als Jungunternehmerin bereits ihre Sporen, Kunden und Preise verdient. Eben erhielt sie von der WK-Organisation "Frau in der Wirtschaft" die Auszeichnung zur "Unternehmerin des Monats" Mai. "Sie schaffte es, ihren vorerst nebenberuflich geführten Betrieb vom Ein-Personen-Unternehmen zu einem erfolgreich wachsenden Unternehmen weiterzuentwickeln", sagte Margit Angerlehner, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft.

Wie man eine Firma führt, darüber habe sie am meisten von ihrem Mentor Bernhard Aichinger im Rahmen des Mentoring-Programms für EPUs gelernt – und so viele Fallen des Jungunternehmertums umschiffen können.

Als Unterscheidungsmerkmal für ihre Software hat sich Mitterlehner die Barrierefreiheit gewählt. Eine diesbezügliche Eigenentwicklung ist die App IVO, die beispielsweise Sehbehinderten beim Vorbeigehen an Sehenswürdigkeiten Informationen auf dem Handy anzeigt oder eben vorliest. Weitere Projekte waren die Schmankerl-App für die Landwirtschaftskammer oder das Programm "Gutes finden" für regionale Produkte.

Zweiter Bildungsweg: Chefin

Dabei war der Weg zur Unternehmerin keineswegs vorgezeichnet: Mitterlehner arbeitete erst sechs Jahre im Büro (Greisinger in Münzbach, ihr Herkunftsort). Danach absolvierte sie das Studium Mobile Computing an der FH Hagenberg, "weil mich Software-Entwicklung schon als Kind interessiert hat", wie sie sagt. Im Softwarepark Hagenberg ist jetzt der Firmensitz.

Seit vier Monaten ist Mitterlehner Mutter eines kleinen Samuel. "Das war ganz schön eine Herausforderung und echt nicht leicht", sagt die Jung-Mutter. "Doch es ist in meiner Branche ein Riesenvorteil, nicht von acht bis 17 Uhr im Büro sein zu müssen. Es ist egal, von wo und wann man arbeitet." Nicht verwunderlich also, dass derzeit ihre Hauptarbeitszeiten die Abende und Wochenenden sind. (uru)

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