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Betriebsrat kontert voestalpine-Chef: "Schluss mit der Panikmache!"

Von Hermann Neumüller, 18. September 2014, 00:05 Uhr
Hans-Karl Schaller Bild: Weihbold

LINZ. Das sonst gute Verhältnis zwischen Konzernbetriebsrats-Chef Hans-Karl Schaller und Generaldirektor Wolfgang Eder kühlte sich am Mittwoch ab. Schaller kritisierte Eder, weil dieser ständig Abwanderungsdrohungen ausspreche. Dies verunsichere die Mannschaft sehr, sagt Schaller und fordert den Konzernchef auf, diese „Panikmache“ einzustellen.

Ungewöhnlich scharf kritisiert der Konzernbetriebsrats-Chef Hans-Karl Schaller voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder, der diese Woche neuerlich den Standort Linz in Frage stellte. Im Gespräch mit den OÖNachrichten begründet Schaller seinen heftigen Vorstoß.

 

OÖN: Sie haben bisher Generaldirektor Eder bei der Debatte über die Rahmenbedingungen für die Stahlproduktion in Europa den Rücken gestärkt. Warum kritisieren Sie ihn jetzt so heftig?

Schaller: In der Mannschaft muss wieder Ruhe einkehren. Wir kennen alle die Problematik rund um die Energie- und Klimapolitik der EU und deren Auswirkungen auf die Stahlproduktion in Österreich. Das ständige Wiederholen von Absiedlungsdrohungen trägt nichts Konstruktives zur Standortsicherung bei. Aber es verunsichert die Kollegen massiv.

Inhaltlich hat Eder ja nichts Neues verbreitet. Warum kritisieren Sie ihn genau jetzt?

Weil die Verunsicherung der Kollegen immer größer wird. Das ist ja nicht mein Aufschrei. Das ist ein Aufschrei der gesamten Belegschaft. Diese ständige Droherei bringt ja nichts.

Wie äußert sich diese Verunsicherung?

Mich fragen Leute, ob sie gleich in die voest-Stiftung gehen sollen. Am Wirtshaustisch heißt es: Euch voestler gibt’s eh nicht mehr lange. Eltern wollen ihre Kinder nicht mehr als Lehrlinge in die voest schicken, dabei brauchen wir Facharbeiter, wenn wir auch in den nächsten Jahrzehnten vorne bleiben wollen. Heute hat mich ein Kollege aufgefordert, einen Sozialplan zu verhandeln, wenn die voest eh in ein paar Jahren zusperrt. Das hat mir den Rest gegeben.

Was erwarten Sie von Generaldirektor Eder? Soll er kuschen?

Nein. In der Sache stehen wir ja alle voll hinter ihm. Er ist ja nicht irgendwer. Seine Stimme hat Gewicht. Er soll im Rahmen dieser Möglichkeiten diese berechtigten Anliegen vorbringen. Er ist Chef des europäischen Branchenverbandes Eurofer und bald wird er sogar Präsident des Weltstahlverbandes. Dort kann er sich einbringen. Er muss nicht ständig damit an die Öffentlichkeit gehen und damit die Mannschaft verunsichern.

Offenbar ist Eder der Meinung, dass seine Mahnungen bisher nicht gehört wurden.

Das glaube ich eben nicht. Wenn er gesagt hätte, in der europäischen Klima- und Energiepolitik geht nichts weiter, dann hätte ich o. k. gesagt. Eder ist ein Vollprofi, was den Kontakt mit den Medien angeht. Er müsste wissen, wie das in der Öffentlichkeit aufgefasst wird. Deshalb verstehe ich seine Vorgehensweise nicht.

Sie erwähnen in Ihrer Aussendung auch das Mitspracherecht der Belegschaft bei strategischen Entscheidungen. Konkret: Was tragen Sie zur Standortsicherung bei?

Wir versuchen ständig, alle an einen Tisch zu bringen und sachlich über diese Themen zu reden. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir als Personalvertreter auch für die Kollegen unangenehme Maßnahmen mittragen, wenn wir überzeugt sind, dass diese notwendig sind. Wenn ich dann von der anderen Seite ständig höre: Wenn dies oder jenes nicht passiert, dann müssen wir abwandern, dann ist das nicht in Ordnung. Noch einmal: In der Sache stehen wir hinter diesen Anliegen. Es stört uns nur, wenn die Standortdebatte ständig aus unserem Konzern heraus angezogen wird. Wir wissen selbst: Ohne Industrie können wir einpacken.

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36  Kommentare
36  Kommentare
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( Kommentare)
am 25.09.2014 20:17

sondern verschweigt, dann existiert eben auch dieses Problem nicht mehr. Ist doch ganz einfach wie nur Sie das verstehen!

Sie sollten Ihre Aufgaben über eine Sicherung der Arbeitsplätze und eben Ihres Klientells in Österreich neu deffinieren. A rotes Quanterl und a Trillerpfeifferl in dis man einiblåst is heut zweng für an Zukunftsstandort Österreich.

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satan13 (917 Kommentare)
am 18.09.2014 17:23

zerstört man die Scheinwelt mancher Leute. Eder hat es nicht notwendig, sich von Schaller den Mund verbieten zu lassen.

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Strawanza (8.430 Kommentare)
am 18.09.2014 17:56

am Pöstlingberg lebt es sich gut und von dort aus kann es schon zu optischen Verzerrungen kommen, zumal wenn es um die Arbeiter geht. Kann schon sein, dass der Herr General in einer Scheinwelt lebt. Ich will ihm nichts unterstellen, der Charlie lebt aber am Boden, am Bindermichel und da ist der Blick ungekrümmt:-))

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krokofant (819 Kommentare)
am 18.09.2014 17:11

Ein Betriebsrat in der Voest schaut nur auf sich selbst und
nicht auf die Arbeiter. Habe es selbst miterlebt.

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 16:05

klappe halten !

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ziggystarduzt (187 Kommentare)
am 18.09.2014 16:01

SozialSozialisMUSS

von vielen für wenige

also dann

die fahne hoch und vörwärts in die vergangenheit

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Strawanza (8.430 Kommentare)
am 18.09.2014 18:03

was hast denn du für ein Problem?

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eidgenosse (2.471 Kommentare)
am 18.09.2014 13:33

..und die führerstadt linz hat um einen nazischandfleck (hermann göring-werke) weniger.

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adhoc (4.144 Kommentare)
am 18.09.2014 14:24

--> ins "hirn" geadelt traurig

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Strawanza (8.430 Kommentare)
am 18.09.2014 15:31

Der Eder hat Torschlusspanik,
der wird nächstes Jahr in Pension geschickt und will sich auf diese Art ein Denkmal setzen. Ob seine Kinder glücklich sind mit seiner Einstellung zum Naturschutz, soll uns nicht interessieren.
Rumänien und die Ukraine hat er gottseidank verpasst und dass er in den US fracken lässt auf "Teufel komm aussi" ist mir persönlich wurscht.
Dass es einen Betriebsrat irgendwann reicht, mit diesem Egomanen, ist nachvollziehbar. Der liebe Charlie soll sich aber der Nase nehmen, hat er doch alle Sparprogramme des Herrn Eder brav abgenickt und damit auch nicht zur Motivation der Mitarbeiter beigetragen.

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 12:47

.

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( Kommentare)
am 18.09.2014 12:33

wo es im Betrieb lang zugehen hat;

anstatt sich dafür einzusetzen,
daß diese unsinnige CO2- Zertifikatlösung abgeschafft wird
(Zukaufen- ja, Verhindern- nein);

die VÖEST ist ohnehin Spitzenreiter beim Umweltschutz!
Warum schafft man dann Hürden für die Produktion?

oder soll die in Länder verlegt werden,
wo es KEINEN Umweltschutz gibt ?

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 12:25

der Scharfmacher !

Wenn dieser typ einen vortrag hält wird es ziemlich laut !

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( Kommentare)
am 18.09.2014 12:27

Bist leicht scharf auf ihn? grinsen

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 12:33

dich würde ich gerne vernaschen lassen ich kenne da ein paar gaaaanz nette Typen! Hast lust Verusilein ? grinsen

SCHALLER ist mir zu laut der Schreihals !

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( Kommentare)
am 18.09.2014 13:44

Also hast du schon Erfahrungen gesammelt. grinsen

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 14:07

ja ich habe diesen schreihals schon ein paar mal live erlebt !

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zappo1410 (18.066 Kommentare)
am 18.09.2014 12:41

das stimmt aber meine Nachbarin fühlt sich dann gestört diese bulgarische Prinzessin grinsen

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ichauchnoch (9.821 Kommentare)
am 18.09.2014 11:04

Der Betriebsrat ist für die Arbeitnehmer zuständig! Aber ich frage mich, hat der auch so viel Einblick in das internationale Geschäft, dass er beurteilen kann, was notwendig und machbar ist???

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wawa (1.225 Kommentare)
am 18.09.2014 10:37

auf unsere untätigen Politiker aus, damit sich diese endlich gegen überzogene Umweltauflagen und industriefeindliche Rahmenbedingungen stellen.
Er betreibt damit die Absicherung des Standortes Linz, und er hat völlig recht damit. Realistisch gesehen ist wohl eine Abwanderung aus Linz nur die allerletzte Option, die Arbeitnehmer müssen also nicht besorgt sein, sondern sollten sich über einen so weitsichtigen Manager freuen.
Schweigen bringt einen nicht weiter, man muss Probleme deutlich ansprechen - unsere Politiker sollten sich ein Beispiel nehmen!

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Hochofen (3.356 Kommentare)
am 18.09.2014 10:45

Unterschiede zwischen "Probleme ansprechen" und Drohung und Erpressung.

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wawa (1.225 Kommentare)
am 18.09.2014 11:01

Es hängt allerdings auch immer vom Gegenüber ab, welche retorischen Mittel man einsetzen muss.
Wenn Eder mit dem Gegenüber, also den Politikern, nicht "normal" reden kann, weil niemand zuhört, was ja der Fall ist, ist er gezwungen, die Konversation so zu führen, dass er Gehör findet.

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( Kommentare)
am 18.09.2014 11:38

macht die Presse wieder einmal mehr aus einer (natürlichen) Auseinandersetzung.

Im Grunde verstehe ich beide Seiten, und deren Darstellungen sind gar nicht einmal widersprüchlich. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft irgendwo in der Mitte. Das wiederum würde bedeuten, dass die aktuelle Aussage, die "einseitige" Darstellung ins "rechte" Licht gerückt hätte. Dann wäre es also auch sachlich richtig.

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( Kommentare)
am 18.09.2014 10:20

Augen zu und was wir nicht sehen ist einfach nicht.

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observer (22.056 Kommentare)
am 18.09.2014 10:19

nicht durch Wegschweigen lösen, das sollte der Herr BR - der offensichtlich nur Ruhe im Stall haben will, langsam begreifen. Lieber sollte er sich dafür stark machen, dass unsere PolitikerInnen von Rot und Schwarz Brüssel gegenüber mehr Rückgrat zeigen und sich von Grünlingen, die in der Mehrzahl Berufe bekleiden, die zum BIP nichts beitragen, nicht so viel beeinflussen lassen. LehrerInnen etc. glauben nämlich, dass sie immer gebraucht und bezahlt werden, auch wenn die Industriearbeitsplätze infolge überzogener Umweltschutzregelungen flöten gehen.

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hepra66 (3.838 Kommentare)
am 18.09.2014 10:05

Wag the dog!

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robinhut (50 Kommentare)
am 18.09.2014 09:39

Ein Lebenszeichen vom BR

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Gugelbua (31.484 Kommentare)
am 18.09.2014 09:11

und schon gibts keine Gehaltsforderungen, oder so ähnlich.....

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prinz_von_linz (4.802 Kommentare)
am 18.09.2014 08:40

Also ich persönlich habe schon den Eindruck, die wissen selbst ganz genau, wie wenig gut die ewige Standortdebatte ankommt. Oder bin ich der einzige, dem auffällt, mit wieviel voest-Werbung man seit ca. 2-3 Jahren in Zeitung, Fernsehen, Radio und Internet konfrontiert wird, reine Image-Werbung, da ja keine Produkte an den Endkunden verkauft werden.

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mynachrichten1 (15.438 Kommentare)
am 18.09.2014 08:31

hält ja auch an Fracking fest, was aber nur soviel heißt, dass sich auch ein guter Generaldirektor oft in wesentlichen Sachen total irren kann.

Noch nicht lange ist es her, als noch viele Wirtschaftskapitäne an Atomkraft festhielten, heute schämen sich die meisten für diese Fehleinschätzung in wirtschaftlicher und sicherheitstechnischer Hinsicht.

Wenn die Vöst abwandern würde, könnten wir in Oberösterreich gleich zusperren
UND wer soll dann das ganze aufwendige Beamten Dumm unserer Selbsterhaltenden Bürokratie und der damit zusammmenhängenden oft zwar sinnlosen aber selbstgeschaffenen Bürojobs zahlen?

Die öffentliche Hand kann ja mit Geld nicht immer gut umgehen, es kontrolliert ja auch niemand, welche oft sinnlosen verpfuschten Projekte das Steuergeld nur so vergeuden - ohne großen Nutzen.

So gesehen wäre der Verlust einer solchen Industrie ein Rückschritt in die 60 Jahre - die aber die zahlen müssten, die eh auch sonst kein großes Fett abbekommen.

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joghurt182 (402 Kommentare)
am 18.09.2014 08:09

kommt demnächst der neue Audi Q7 raus oder sind demnächst wieder Wahlen? grinsen

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simi47777 (2.006 Kommentare)
am 18.09.2014 07:05

Reisschüssel nichts mehr zu sagen hat!

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lester (11.482 Kommentare)
am 18.09.2014 06:02

Aufpassen sonst gibts keinen neuen Dienstwagen.

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( Kommentare)
am 18.09.2014 02:40

Und irgendwo muss ma wohl sparen..

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( Kommentare)
am 18.09.2014 01:46

Vorgezogen versteht sich....

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gegenstrom (16.173 Kommentare)
am 18.09.2014 06:44

...die Manager beklagen die hohen Löhne und drohen mit Abwanderung wenn sich die AN nicht mit Almosen zufrieden geben.

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