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Wirtschaftsraum OÖ

AMAG erwartet durch Strafzölle Gewinnrückgang im Millionenbereich

Von nachrichten.at/apa   09. März 2018 13:36 Uhr

Foto: VOLKER WEIHBOLD 
Amag-Chef Helmut Wieser

RANSHOFEN/WASHINGTON. Der österreichische Aluminiumkonzern AMAG wird von den zehnprozentigen US-Strafzöllen auf Aluminium voraussichtlich deutlich betroffen sein und erwartet daraus 2018 einen "negativen Ergebniseffekt im mittleren einstelligen Millionen Euro Bereich".

Die USA seien seit vielen Jahren ein wichtiger Markt für den Konzern, heißt es in einer Unternehmensmitteilung vom Freitagnachmittag.

Für den kanadischen Teil der AMAG Produktion werden keine Auswirkungen erwartet, falls die Ausnahmen für Kanada wie angekündigt kommen. "Mittelfristig sind die Chancen und Risiken aus der Reaktion der Handelspartner der USA und allfälligen Änderungen von Warenströmen im Auge zu behalten", wird Helmut Wieser, CEO der AMAG Austria Metall AG, in der Aussendung zu den US-Strafzöllen auf Aluminiumimporte zitiert.

In den USA werden 0,7 Mio. Tonnen Aluminium produziert aber 5,4 Mio. Tonnen verbraucht. Damit müssen 87 Prozent des Inlandsverbrauchs importiert werden. Auch bei Walzprodukten sind die USA Nettoimporteur, wobei sie 1,1 Mio. Tonnen einführen und 850.000 Tonnen ausführen. Die AMAG hatte für 2018 mit dem Export von 35.000 t Walzprodukten aus Ranshofen (OÖ) in die USA geplant.

Die AMAG hat 2017 bei 1,04 Mrd. Euro Umsatz einen Gewinn nach Steuern von 63,2 Mio. Euro ausgewiesen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab es 164,5 Mio. Euro Gewinn.

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